Grünes Licht für Aktiengesellschaft

Der Wiler Stadtrat kann nach der Zustimmung durch das Parlament die Gründung einer Aktiengesellschaft, der Wiler Sportanlagen AG (Wispag), vornehmen. Die Übertragung der Betriebsführung wird per Leistungsvereinbarung geregelt.

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Wil. In der Schlussabstimmung der Betriebsvorlage Sportpark Bergholz sprachen sich die Parlamentarier grossmehrheitlich für die zwei Anträge des Stadtrats sowie für den abgeänderten Antrag der vorberatenden Kommission aus. Zur Führung des Sportparks Bergholz ist der Stadtrat zu ermächtigen, die Gründung einer Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 1 Mio. Franken zu veranlassen.

Weiter soll das Aktienkapital mit einer Sacheinlage von 680 000 Franken und einer Bareinlage in der Höhe von 320 000 Franken liberiert werden. Abschliessend wurde der Stadtrat ermächtigt, mit der Wiler Sportanlagen AG (Wispag) eine Leistungsvereinbarung nach Vorgabe des Entwurfs der vorberatenden Kommission abzuschliessen.

VR: Vom Parlament gewählt

Guido Wick (Grüne Prowil) stellte im Namen seiner Fraktion einen Rückweisungsantrag für die Betriebsvorlage. Die Stadt soll eine Vorlage ausarbeiten, die eine Führung des Sportparks Bergholz sowie der Weierwiese durch die Stadt vorsieht. Dadurch wäre seiner Meinung nach der direktere Einfluss durch das Parlament gewährleistet. Klaus Rüdiger (SVP) betonte, dass der Einfluss des Parlamentes im vorliegenden Betriebskonzept sinnvoll geregelt sei. Die vier Verwaltungsräte der Stadt Wil werden vom Stadtrat vorgeschlagen und vom Parlament gewählt.

Erich Grob (CVP) unterstützte die AG als Betriebsform. Das Departement für Bildung und Sport sei nicht fähig, diese Aufgabe zu übernehmen. Departementsvorsteherin Marlis Angehrn (CVP) bestätigte diese Aussage. Der Rückweisungsantrag wurde abgelehnt und damit Eintreten beschlossen. Gemäss Mario Breu (FDP), stellvertretender Präsident der vorberatenden Kommission, habe man sich vor allem mit vier Kernbereichen befasst: Eigentum, Betrieb, Organisationsform und Finanzen.

Marianne Mettler (SP) wies darauf hin, dass die Stadt Wil mit dem neuen Sportpark Bergholz das grössere und bessere Angebot habe.

Leistungsvereinbarung

Die Fraktion Grüne Prowil stellte insgesamt vier Anträge. Luc Kauf wollte für die Betriebsgesellschaft die gleiche Gesellschaft verpflichten, welche die Finanzen der Stadt Wil revidiert.

Guido Wick stellte in seinem ersten von drei Anträgen die Forderung, dass der Unterhalt umweltschonend und nach ökologischen Gesichtspunkten zu gewährleisten sei. Antrag zwei sah Einschränkungen in der Werbung vor: Diese soll zum einen nicht diskriminierend und zum anderen dem Image der Stadt Wil nicht abträglich sein. Vom doppelten Eintrittspreis für erwachsene Personen (ausgenommen IV-Rentner) für das Aussenbecken sollen fünf Franken in den zweckgebundenen, von der Stadt Wil betriebenen Energiefonds fliessen. Alle vier Anträge wurden grossmehrheitlich abgelehnt.

Damit bleibt die Stadt Wil Eigentümerin des Sportparks Bergholz und des Freibads Weierwiese. Die Führung wird an die Betriebsgesellschaft Wispag übertragen. Dies wird über eine Leistungsvereinbarung geregelt. (nas.)