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Grüne setzen auf die Jugend

Die Grüne Partei Toggenburg tritt an den kommenden Kantonsratswahlen mit drei jungen und vier verdienten Mitgliedern an. Neben einer funktionierenden Alpbewirtschaftung sind das Mobilfunknetz und die Integration benachteiligter Menschen in die Wirtschaft zentrale Anliegen.
Urs M. Hemm
Kämpfen um Sitze im Kantonsrat: (von links) Remigius Holenstein (Lichtensteig), Ursa Baltensperger (Wattwil), Tabea Flotron (Hemberg), Daniela Vetsch Böhi (Wattwil), Tanja Schläpfer (Wattwil), Catherine Lieberherr (Wattwil) und Samuel Schiess (Lichtensteig). (Bild: uh.)

Kämpfen um Sitze im Kantonsrat: (von links) Remigius Holenstein (Lichtensteig), Ursa Baltensperger (Wattwil), Tabea Flotron (Hemberg), Daniela Vetsch Böhi (Wattwil), Tanja Schläpfer (Wattwil), Catherine Lieberherr (Wattwil) und Samuel Schiess (Lichtensteig). (Bild: uh.)

REGION. Ganz konnte die Liste nicht gefüllt werden, doch mit sieben Kandidaten tritt die Grüne Partei Toggenburg an den Kantonsratswahlen vom 11. März an. Das klare Ziel der Kantonalpartei ist es, ihre vier bisherigen Sitze zu verteidigen. «Wenn möglich mit einer Vertretung aus dem Toggenburg», gibt sich Catherine Lieberherr, Co-Präsidentin Grüne Partei Toggenburg, selbstbewusst. Weil aufgrund sinkender Bevölkerungszahlen dem Wahlkreis Toggenburg für die kommende Legislatur nur noch 11 Sitze (bisher 12) zugestanden werden, dürfte dies keine leichte Aufgabe werden.

Mit drei Junggrünen am Start

Auf dem Siebnerticket der Grünen Partei Toggenburg figurieren mit Tabea Flotron, Tanja Schläpfer und Samuel Schiess gleich drei von den Jungen Grünen. Kantischülerin Tanja Schläpfer möchte mit ihrem Einsatz der Umwelt eine Stimme geben. «Wir müssen zur Umwelt und ihrer Vielfalt Sorge tragen, denn die Natur selber kann nicht mitreden», sagt Tanja Schläpfer, die nach der Matura ein Meeresbiologie-Studium absolvieren will. Ebenso sind sich Tabea Flotron und Samuel Schiess ihrer Verantwortung als Vertreter der jungen Generation bewusst: «Es geht nicht, dass wir so tun, als ob wir endlos Ressourcen zur Verfügung hätten.» Neben den Jungen stellen sich aber auch altgediente Mitglieder der Grünen Toggenburg am 11. März zur Wahl. Seit der Gründung der Grünen im Kanton St. Gallen vor dreissig Jahren ist der Lichtensteiger Remigius Holenstein mit dabei. Der diplomierte Naturwissenschafter ETH setzt sich in den verschiedensten Bereichen für die Partei ein. Neben der Wattwilerin Ursa Baltensperger, die bis zu ihrer Pensionierung auf dem Sozialamt des Kantons arbeitete, kandidiert auch Co-Präsidentin Catherine Lieberherr. Die ehemalige Lehrerin arbeitet nun in ihrer eigenen Praxis als Psychotherapeutin.

Ganz oben auf der Liste der Kandidaten steht jedoch das Zugpferd Daniela Vetsch Böhi, ebenfalls Co-Präsidentin und Kandidatin der Nationalratswahlen 2011. Sie ist Geschäftsführerin der Grünen Partei St. Gallen und setzt sich unter anderem für den sinnvollen Ausbau des Mobilfunknetzes und für die Integration behinderter Menschen in der Wirtschaft ein.

Alpwirtschaft und Genschutz

Die Hauptanliegen der Grünen Toggenburg sind neben der sinnvollen Regulierung des Mobilfunknetzes die Eindämmung des ständig wachsenden Verkehrsaufkommens im Toggenburg sowie der Genschutz. Zudem setzt sich die Partei für den Erhalt einer funktionierenden Landwirtschaft und Alpbewirtschaftung ein und möchte die Diskussion hin zu nachhaltigem Tourismus im Toggenburg weiterführen.

Neben den regionalen Anliegen sind neun Vernehmlassungen der Grünen Partei St. Gallen im Kantonsrat hängig. Dazu gehören die Vernehmlassungen zum Gesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und die Finanzierung spezialisierter Leistungen, zum Gesetz über Kinder- und Erwachsenenschutz oder zum vierten Nachtrag zum Energiegesetz. Ebenso setzen sich die Grünen Toggenburg weiterhin für die Atomausstieg-Initiative ein, die laut Catherine Lieberherr «versüsst» wurde, um mehrheitsfähig zu werden. Zudem unterstützen sie die Wirtschaftsinitiative sowie die Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit.

Bild: URS M. HEMM

Bild: URS M. HEMM

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