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Grün und flexibel durch die Stadt flitzen

Eine Arbeit für die Zukunft: Die SoFlow AG aus Flawil setzt auf Elektrotechnik im Individualverkehr. Das Jungunternehmen ist bereits im internationalen Markt der E-Mobile dabei.
Annina Quast
Das von Grund auf selbst entwickelte Louboard erreicht bis zu 25 km/h. (Bild: PD)

Das von Grund auf selbst entwickelte Louboard erreicht bis zu 25 km/h. (Bild: PD)

Umweltfreundlich, flexibel und frei – so ist man mit den Elektrogefährten von SoFlow unterwegs. Als ein kleines Start-Up fing das Unternehmen vor drei Jahren mit der Weiterentwicklung und dem Vertrieb von verschiedenen E-Gefährten an. «Da waren wir wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort», so Manuel Hug, Geschäftsführer und Mitgründer der SoFlow AG. Denn nun darf, ohne mit der Wimper zu zucken, von Erfolg die Rede sein: Heute sind über 20 elektrische Fahrzeuge im Angebot, darunter Elektrofahrräder, Trottinetts und futuristische, skateboardartige Untersätze. Ausserdem ist seit rund einem Jahr ihr erstes Eigenprodukt auf dem Markt, das elektrische Skateboard Lou.

«Wir setzen auf die Zukunft des Individualverkehrs, weil wir überzeugt sind, dass dieser sich durch die Umwelteinflüsse und das zunehmende Platzproblem in Städten drastisch ändern wird. Wir sehen ja jetzt schon die Auswirkungen durch die Abgaskategorien in Deutschland», sagt Manuel Hug. Dass der öffentliche Verkehr vielerorts stärker ausgebaut wird, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, mit Benützung eigener Fahrzeuge steige die Flexibilität aber noch zusätzlich. «Unser Grundgedanke ist, den Menschen Freiheit, Flexibilität und eine umweltfreundliche Fortbewegung zu ermöglichen. Wenn dann noch eine Portion Spass dabei ist – umso besser», sagt Hug.

Zuversicht der Öffentlichkeit

Um das nötige Kapital zu erreichen, setzt das Jungunternehmen auf Crowdinvesting. Hierbei geht es im Unterschied zu Crowdfunding nicht um Spenden, sondern um Kredite von Privatpersonen. Der Mindestbetrag liegt bei 250 Franken, die Verzinsung bei acht Prozent pro Jahr. Bisher wurde dem Unternehmen mit insgesamt 700 000 Franken viel Vertrauen geschenkt: «Unsere Erwartungen wurden übertroffen, und wir sind hocherfreut über die Summe. Unser Ziel liegt bei 850 000 Franken», sagt Hug. Das Crowdinvesting dauert noch knappe zwei Wochen und läuft online auf der Website
seedmatch.de.

Verkauf in Amerika boomt

Neben Weiterentwicklungen von verschiedenen Gefährten konnte SoFlow auch ein Eigenprodukt auf den Markt bringen. Das von Grund auf selber entwickelte Louboard verkaufe sich gut. «In Amerika ist unser Absatzmarkt am grössten: Über 280 Geschäfte vertreiben das Board», so Manuel Hug. Dies hat vor allem ein Grund: In der EU und in der Schweiz sind die Skateboards bislang nur auf Privatgelände zugelassen. In Amerika sei das Elektroboard hingegen in den meisten Bundesstaaten erlaubt. «Wir arbeiten an der Zulassung für die Schweiz. Mit unserer Mitarbeit bei PLEV, einer europäischen Arbeitsgruppe, die sich für die Zulassung für kleine E-Mobile einsetzt, sind wir zuversichtlich, dass es bald zu einer bewilligten Nutzung kommen wird. Sobald die Skateboards in der EU zugelassen sind, wird sich das Ganze auch in der Schweiz ändern», sagt Hug.

Interesse steigt durch Trotti-Sharing

Um den Absatz in der Schweiz zu fördern, helfen vor allem Projekte wie zum Beispiel das Vermieten von E-Trottinets durch das US-Startup Lime in Zürich. «Zuerst belächeln viele unsere Fahrzeuge und sehen sie lediglich als ‹lustige Gadgets› an. Durch Projekte wie das E-Trotti-Sharing werden einigen die Augen geöffnet und sie sehen die vielen Vorteile der E-Geräte», sagt Manuel Hug. Er will vor allem auch den Verkauf über die eigene Website intensivieren. Die Geräte werden im Manor, über Galaxus und Digitec verkauft.

Ein zweites grosses Ziel sei, weitere Eigenprodukte auf den Markt zu bringen. So soll zum Beispiel im kommenden Frühling ein eigenes E-Trottinett produziert werden. Ein geringes Gewicht soll mit einem starken Antrieb zu einem handlichen Fahrzeug kombiniert werden.

Logistische Herausforderung

Trotz des steilen Aufstiegs verfolgt das Jungunternehmen hohe Ziele: «Wir wollen unser Vertriebsnetz vergrössern. Nach Deutschland, Österreich und England wollen wir auch in weiteren Ländern ein Netzwerk aufbauen.» Der internationale Markt ist natürlich die Treppe zum Erfolg, doch bringt er auch eine Herausforderung mit sich: den weltweiten Garantieservice. Alle Garantiefälle werden in Flawil eigenhändig bearbeitet. Dies sei eine logistische Herausforderung, die es zu meistern gelte.

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