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200 neue Wohnungen für Wil: Grossüberbauung nimmt wichtige Hürde

Auf dem Gelände der ehemaligen Agrar in Wil sollen mindestens 200 neue Wohnungen entstehen. Vier Einsprachen sind zurückgezogen worden. Der an jener Stelle unterirdisch verlaufende Krebsbach wird offengelegt.
Simon Dudle
Der offengelegte Krebsbach ist Teil des neuen Quartiers Integra-Square östlich des Bahnhofs Wil. (Visualisierung: PD)

Der offengelegte Krebsbach ist Teil des neuen Quartiers Integra-Square östlich des Bahnhofs Wil. (Visualisierung: PD)

Es ist eines der grossen Entwicklungsprojekte, welche der Stadt Wil in den nächsten Jahren bevorstehen. Östlich des Bahnhofs soll das sogenannte Integra-Areal umgenutzt werden. Das einstige Gebiet der Firma Agrar gehört seit 1937 der Walliseller Integra-Gruppe. Zwischen dem Werkhof und der Firma Larag werden auf einer Fläche von rund 24500 Quadratmetern 200 neue Wohnungen gebaut. Ergänzend ist auch ein Anteil Gewerbe geplant, zum Beispiel ein Café, ein Blumenladen, eine Kinderkrippe oder eine Arztpraxis. Möglich wäre zudem, die Errichtung eines 15-stöckigen Hochhauses. Ein solches ist in einer ersten Phase aber noch kein Thema.
Bereits seit dem Jahr 2012 läuft der politische Prozess samt Erstellung des Überbauungs- und Gestaltungsplans. Dagegen waren im Jahr 2017 vier Einsprachen von Grundeigentümern eingegangen. In der Zwischenzeit sind aber Lösungen gefunden worden und die letzte Einsprache wurde Anfang Januar 2018 zurückgezogen. Sobald der Überbauungs- und Gestaltungsplan rechtskräftig sind, wird mit einer Zeit von zwei Jahren gerechnet, bis die ersten 100 Wohnungen bezogen werden können. Das Investitionsvolumen beläuft sich – ohne Hochhaus – auf rund 100 Millionen Franken.

Eingedolte Bäche sollen an die Oberfläche

Obwohl juristisch der Weg frei ist, werden der Überbauungs- und Gestaltungsplan noch nicht dem Kanton zur Prüfung vorgelegt. Das hat mit einem Teilprojekt auf diesem Areal zu tun. Der an jener Stelle unterirdisch in Röhren fliessender Krebsbach soll offengelegt werden. Eine Arbeitsgemeinschaft, welche aus Landschaftsarchitekten, Bauingenieuren und Hydrologen besteht, hat ein Projekt ausgearbeitet. Der Wiler Stadtrat gab dieses nun frei. Will heissen: Die Pläne liegen vor und die betroffenen Grundeigentümer werden informiert. Dann kommt es zur öffentlichen Planauflage. Ist auch dieser Prozess dereinst abgeschlossen, werden die Pläne zusammen mit dem Überbauungs- und Gestaltungsplan der Integra dem Kanton zur Prüfung eingereicht.
Die Offenlegung des Krebsbaches erfolgt im Rahmen der Schweizerischen Gewässerschutzgesetzgebung, wonach eingedolte Gewässer offenzulegen sind. Zudem soll mit der Renaturierung des Krebsbaches die Attraktivität im Planungsgebiet gesteigert werden, sodass die Bevölkerung den Bach gleichzeitig als landschaftliches Element erleben kann. «Die Offenlegung hat nichts mit dem Hochwasserschutzprojekt von Stadt und Region Wil zu tun», sagt der zuständige Wiler Stadtrat Daniel Stutz (Grüne Prowil).

Zwei Brücken führen ins neue Quartier

Der Krebsbach trennt das Integra-Quartier künftig von der Churfirstenstrasse ab. Zwei Brücken ermöglichen den Zugang für den Fuss- und Veloverkehr. Die Projektkosten für die Bachoffenlegung liegen laut einer Mitteilung der Stadt Wil bei 2,3 Millionen Franken. Die Umsetzung erfolgt in zwei Etappen.

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