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Grosser Rat setzt sich für Erhalt von Agroscope ein

Grosser Rat des Kantons Thurgau
Cornelia Hasler-Roost, Aadorf

Am 28. März fand die Frühjahrssitzung des Grossen Rates in Frauenfeld statt. Es konnten nur wenige Traktanden abgearbeitet werden. Dies aufgrund der kurzfristig angekündigten dringlichen Interpellation «zum Vertragsbruch des Bundes beim Agroscope Standort Tänikon». Der Vorstoss wurde von Josef Gemperle erarbeitet und mit diversen Grossräten aus dem Hinterthurgau eingereicht.

Als erstes legte die neue Kantonsrätin Christina Pagnonicin aus Güttingen von den Grünliberalen ihr Amtsgelübte ab. Danach fand die Schlussabstimmung der Besoldungsverordnung statt. Als drittes Traktandum wurde über die Dringlichkeit der Interpellation «Agroscope» abgestimmt, welche mit einer grossen Mehrheit angenommen wurde. Somit konnte die Interpellation behandelt werden.

Der Vorstoss «Agroscope» entstand aufgrund der Information vom Bundesrat, dass er den Vertrag mit der Forschungsanstalt Tänikon kündigen wolle. Dieser Vertrag wurde erst im vergangenen August unterzeichnet und war die Zusicherung für den Erhalt von 100 Arbeitsplätzen und Investitionen in Höhe von 10 Millionen Franken. Zuerst äusserte sich Regierungsrat Walter Schönholzer und bedankte sich für die Initiative der Parlamentarier. Er sagte, dass sein Grundvertrauen in den Bundesrat gelitten habe und er alles daransetzen werde, die Verträge am Leben zu erhalten. Er betonte auch, dass der Kanton Thurgau gemeinsam – als Ostschweiz – mit den betroffenen Zürcher Standorten (Reckenholz und Wädenswil) gegen die neuen Pläne des Bundesrats kämpfen müsse.

Josef Gemperle forderte seitens Bundesrat eine klare Strategie. Die chaotischen Entscheide seien kein vorbildlicher Umgang mit den Kantonen als Partner und nicht mit den Angestellten. Die Kantonsräte Kurt Egger, Toni Kappeler (beide Grüne), Sabina Peter Köstli, Peter Bühler (beide CVP/EVP), Barbara Müller (SP), Ivan Wüst (EDU) und Cornelia Hasler (FDP) äusserten sich alle zum Vorstoss und unterstrichen die Forderung, dass sich die Regierung für den Erhalt von Agroscope stark machen solle.

Ich habe die Interpellation mitgetragen und kann die Entrüstung über einen möglichen Vertragsbruch nur teilen. Agroscope Tänikon ist ein wichtiger Ort der angewandten Forschung – nahe an der Wirtschaft und zukunftsrichtend für die Landwirtschaft. Viele langjährige Angestellte mit gutem Fachwissen, die notwendigen Infrastrukturen, geeignete Nutzflächen, Tiere und die klimatischen Bedingungen sind vorhanden.

Um 11 Uhr erhielten die Kantonsräte hohen Besuch. Der amtierende Nationalratspräsident Dominique de Buman hielt ein Grusswort und bekundete seine Sympathie zum Thurgau.

Cornelia Hasler-Roost, Aadorf

Die «Wiler Zeitung» bietet Hinterthurgauer Kantonsräten Gelegenheit, sich vor und nach den Grossratssitzungen zu den Geschäften zu äussern.

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