Grosse Investition, wenig Schüler

Renovationen an Schulanlagen kosten die Volksschulgemeinde Fischingen bis zu drei Millionen Franken. Auf viele Schulabgänger folgen nur wenige Kindergärtler.

Ruth Bossert
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Sekschülerinnen servieren Schulpräsident Urs Schwarz einen Drink. (Bild: Ruth Bossert)

Sekschülerinnen servieren Schulpräsident Urs Schwarz einen Drink. (Bild: Ruth Bossert)

OBERWANGEN. «Wir wollen heute nicht nur vom Geld reden, sondern auch über andere Bereiche unserer Schule informieren», sagte Urs Schwarz, Präsident der VSG Fischingen, gleich zu Beginn der Rechnungsgemeinde am Dienstagabend. Vorerst standen aber doch die Zahlen im Vordergrund.

Schulpflegerin Elisabeth Crottet erläuterte den 91 Stimmberechtigten die Rechnung, in welcher bei einem Aufwand von 5,4 Millionen Franken und einem Ertrag von 4,8 Millionen Franken ein Defizit von rund 614 000 Franken resultiert. Dieses könne vom Eigenkapital problemlos aufgefangen werden, erklärte Crottet. Die Anwesenden genehmigten die Rechnung mit grossem Mehr.

Drei Millionen für Renovationen

Im vergangenen Jahr versprach die Behörde den Stimmbürgern, den Steuerfuss von 100 Prozent auf 98 Prozent zu senken. Nun sieht die Behörde angesichts grossem Renovationsbedarf an den Schulanlagen von dieser Senkung ab. Um die Investitionen abschätzen zu können, gab die Behörde ein Gutachten in Auftrag.

Das Gutachten attestiere den Verantwortlichen, dass mittelfristig erhebliche Investitionen zu tätigen sind, namentlich beim Schulhaustrakt mit dem Singsaal, aber auch beim Sekundarschulhaus in Form einer gesamthaften Aussenrenovation. Zudem müsse ein Anschluss an ein Fernwärmenetz geprüft werden. Schwarz rechnet mit Investitionen von bis zu drei Millionen Franken für all diese Massnahmen in den nächsten fünf Jahren.

Steuerfuss bleibt bei 100 Prozent

Mit dem Wissen der zukünftigen Kosten für die Liegenschaftsrenovationen, der ungewissen Zukunft der kleinen Schulstandorte mit der entsprechenden Unterrichtsorganisation sowie der Entwicklung der Schülerzahlen habe sich die Behörde entschieden, den Steuerfuss auf den heutigen 100 Prozent zu belassen. Das Budget, mit einem Vorschlag von 175 000 Franken, wurde bei sieben Gegenstimmen angenommen.

Sorgen bereiten Schwarz die Schülerzahlen: «Im Sommer verlassen 30 Jugendliche die Sekundarschule und nur 12 Kinder treten neu in den Kindergarten ein.»