GROSSANLASS: Über 7000 Schützen erwartet

Unter dem Slogan «Treffpunkt Hinterthurgau» wird im Sommer 2018 scharf geschossen. Tausende von Schützen werden am 70. Kantonalschützenfest teilnehmen. Der Anlass gelangt an neun verschiedenen Schiessständen zur Durchführung.

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Die Würfel sind bereits im Frühjahr 2015 gefallen. An ihrer Versammlung in Balterswil vergaben die Delegierten des Thurgauer Kantonalschützenverbandes die 70. Austragung des Kantonalschützenfestes (TKSF 2018) an den Schützenverband Region Hinterthurgau. «Treffpunkt Hinterthurgau» heisst es vom 16. Juni bis und mit 8. Juli 2018 auf den Schützenständen Aadorf, Braunau, Märwil, Münchwilen, Nollen-Hosenruck, Oberwangen, Sirnach, Wängi-Tuttwil und ­Tobel (Ausweichstand). Das Festzentrum wird in Sirnach eingerichtet, der offizielle Tag mit Festumzug in Aadorf stattfinden.

Der nur alle fünf Jahre zur Austragung gelangende Grossanlass geniesst weit über die Region hinaus hohe Beachtung. So nahmen am letzten 69. Thurgauer Kantonalschützenfest 2013 total 7309 Schützinnen und Schützen jeder Alterskategorie teil. Über 400000-mal drückten sie den Abzug. Mit dieser Grössenordnung wird auch bei der 70. Austragung gerechnet. OK-Präsident Bruno Lüscher kann sich auf 43 engagierte Personen verlassen. Unter seiner Führung plant und bearbeitet ein achtköpfiges Kern-OK die vielfältigen Aufgaben schon seit einem Jahr intensiv.

Weltmeister macht Werbung

Im Wissen, dass die Arbeit nur dann Erfolg haben kann, wenn das Zielpublikum und die Öffentlichkeit davon Kenntnis erhalten, steht die Kommunikation zurzeit im Fokus der Bemühungen. Peter Rüesch, Sekretär des TKSF 2018, sagt: «In unserer Heimat ist die Tradition des Schiesssports bestens verankert und wird in weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert und geschätzt.» Das OK hat sich das hohe Ziel gesetzt, mit dem Kantonalschützenfest auch gleich noch Standortmarketing für den Hinterthurgau zu betreiben. «Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz können bei uns einerseits ihrem geliebten Schiesssport frönen und andererseits eine für sie neue und überaus sehenswerte Region kennen lernen», sagt Rüesch.

Mit einem erfolgreichen ehemaligen Spitzenschützen wird Werbung gemacht. 1952 gewann der Bettwieser August Hollenstein an den Weltmeisterschaften in Oslo Gold, und 1960 kam ihm an der Eröffnung der Olympischen Spiele in Rom die Ehre zu, die Schweizer Delegation als Fahnenträger anzuführen.

Auch heute dürfen sich die Thurgauer Schützen über Erfolge freuen. So stellt der Kanton mit Heidi Diethelm-Gerber die erste Schweizer Gewinnerin einer Olympiamedaille (Bronze Rio 2016) der Schützen. Und Sandra Stark, amtierende Schweizer Meisterin im Pistolenschiessen (Luftpistole 10 Meter), kommt aus Münchwilen. (mes)