Grollmann und Reinli gewählt

An der ordentlichen Hauptversammlung des Naturschutzvereins Flawil und Umgebung (NVF) standen die Wahlen von Vorstand sowie Stiftungsrat und insbesondere das Referat zum Thema Wildbienen von Antonia Zurbuchen im Zentrum.

Christine Gregorin
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Neu im Vorstand: Claudia Grollmann (links) und Karin Reinli. (Bild: cg.)

Neu im Vorstand: Claudia Grollmann (links) und Karin Reinli. (Bild: cg.)

FLAWIL. «Glockenblume, Weide und Natterkopf gehören in jeden Wildbienenlebensraum», resümierte die promovierte Umweltnaturwissenschafterin Antonia Zurbuchen gegen Ende ihrer Ausführungen im Rösslisaal. Damit die rund 300 bedrohten Arten der insgesamt circa 600 verschiedenen Wildbienen in Zukunft eine reelle Überlebenschance haben, empfahl die Fachfrau den knapp fünfzig Interessierten folgende konkrete Massnahmen: Ein grosses und artenreiches Blütenangebot fördern, um den enormen Pollenbedarf von auf der roten Liste befindlichen und hochspezialisierten Gattungen zu decken und die Konkurrenz mit der Honigbiene gering zu halten.

Reichlich Wissenswertes

Ausserdem kommt der Schaffung eines vielfältigen Angebots an Niststrukturen desgleichen eine eminent wichtige Rolle zu – auf diese Weise wird den hohen Ansprüchen an geeignete Nistplätze Rechnung getragen. Ferner soll sich die Distanz zwischen potenziellen Nistplätzen und Nahrungspflanzen im Bereich von 100 und 300 Metern bewegen. Daneben gilt es, eine mosaikartige Kulturlandschaft mit unterschiedlichen Bewirtschaftungsweisen und -intensitäten zu begünstigen. Und zu guter Letzt ist es sinnvoll, neue artenreiche Krautsäume sowie Blumenbeete im Siedlungsbereich anzulegen. Die Wildbiene produziert übrigens keinen Honig. Sie ist in aller Regel eine Einzelgängerin und zelebriert die solitäre Nestgründung. Im Gegensatz zur Honigbiene kann sie mehrmals stechen, da sie ihren Stachel behält.

Das wichtige Wahltraktandum

Die Jahresberichte der verschiedenen Arbeitsgruppen gewährten einen spannenden Eindruck in die Aktivitäten des vergangenen Jahres. So durften Karin Reinli, Rahel Hautle und Esther Chiusolo in ihrer Funktion als Jugendgruppenleiterinnen an 15 Anlässen jeweils zwischen zehn und zwanzig Kinder und Jugendliche begrüssen. Werner Gehrig, Beauftragter Naturschutzreservate, zeichnete ebenfalls ein erfreuliches Bild: «Die Deponie Burgauerfeld darf mit Fug und Recht als ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung bezeichnet werden.» Neben der geschützten Gelbbauchunke sind dort auch Grasfrosch, Erdkröte, Wasserfrosch sowie Bergmolch anzutreffen. Letztlich wurden die vorgeschlagenen Claudia Grollmann und Karin Reinli neu in den Vorstand gewählt und somit auch die gewünschte Verjüngung realisiert. Somit setzt sich die NVF-Leitung aktuell wie folgt zusammen: Präsidentin Silja Marano, Aktuarin Monika Zimmermann, Kassier Peter Egger, Ruedi Steurer (Präsident Stiftung), Ruedi Hardegger (Umweltschutz/Landwirtschaft), Marco Monegat (Vogelschutz/Vogelkunde), Gabi Spörri (Webpublisher/Design), Karin Reinli (Jugendgruppe) sowie Claudia Grollmann und Markus Graber (beide Sonderaufgaben).

Für den Stiftungsrat zeichnen verantwortlich: Präsident Ruedi Steurer, Aktuarin Reni Rütsche, Kassier Peter Egger, Silja Marano (Präsidentin NVF), Gabi Spörri (Webpublisher/Design), Christian Meienberger (Pro Natura St. Gallen-Appenzell) und Werner Gehrig (Beauftragter Naturschutzreservate).

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