GOSSAU: Unschöne Erinnerungen werden wach

Die Feuerwehr Region Gossau übte bei der Solenthaler Recycling AG den Ernstfall. Bei den Verantwortlichen blieb dabei ein etwas mulmiges Gefühl zurück.

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Ein gebranntes Kind – so könnte man die Gossauer Firma Solen­thaler Recycling AG in diesem Zusammenhang wohl nennen. Im August 2012 brannte eine Halle vollständig nieder. Und nun sind erneut 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr Region Gossau auf dem Platz. Einbezogen werden auch Teile der weiteren Feuerwehrortsmodule des Sicherheitsverbundes aus Degersheim, Flawil und Waldkirch.

Seit dem Grossbrand hat sich viel getan

Rauch ist zu sehen, verletzte Personen werden geborgen, überall Blinklichter, Löschfahrzeuge und Schläuche. Der mobile Grossventilator macht einen ohrenbetäubenden Lärm, auch der Hubretter ist im Einsatz. Glücklicherweise handelt es sich vergangenen Freitag nur um eine Grossübung – und nicht, wie vor fünf Jahren, um den Ernstfall.

Es sei eine spezielle Übung, erklärte Regionalkommandant Stefan Kramer. Einerseits stand der Gossauer Ortskommandant, Martin Jöhl, zum letzten Mal in seiner Funktion bei der Übung im Einsatz. Anderseits kenne man den Betrieb bereits vom besagten Grossbrand her. «Seither hat sich vieles getan», sagt Stefan Kramer. Im Bereich der Sicherheit wurde vieles aufgerüstet und Bauten rundherum erstellt. Besonderes Augenmerk gilt auch der Koordination unter den Einsatzkräften.

Eine weitere Herausforderung bei der Grossübung war in diesem Fall der Umgang mit den verschiedenen Materialen. Dies hat unter anderem Auswirkungen darauf, welche Löschmittel verwendet werden können oder ob die Nachbarschaft gefährdet ist. Grundsätzlich seien solche Feuerwehrübungen bei den Grossfirmen beliebt. Kramer: «Die intensive Zusammenarbeit mit uns wird immer mehr gesucht, weil es ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Sicherheit darstellt.»

Manuela Bruhin

redaktion@wilerzeitung.ch

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