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GOSSAU: Gossau schwimmt im Geld

Der Stadt hat es 2017 so viel Geld in die Kasse gespült, dass sie das geplante neue Hallenbad im Buechenwald bereits vorfinanziert hat. Allerdings unter der Voraussetzung, das Parlament stimmt den Anträgen des Stadtrates zu.

Die Rechnung 2017 der Stadt Gossau schliesst bei einem Aufwand von 92,7 Millionen mit einem Überschuss von fünf Millionen oder knapp 4,5 Millionen Franken besser als budgetiert. «Der Haushalt der Stadt ist gesund», sagt Stadtpräsident Alex Brühwiler. Und: «Im Licht von heute war der Entscheid des Stadtparlaments im Jahr 2016 richtig, den Steuerfuss per Anfang voriges Jahr um fünf auf 121 Prozentpunkte zu senken.»

Das sagt der Stadtpräsident vor dem Hintergrund eines erwarteten und eingetroffenen Rückgangs der Gemeindesteuern (natürliche Personen) von 1,6 Millionen Franken im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr.

Zur Besserstellung der Rechnung gegenüber dem Budget trugen Mehrerträge bei den Grundstückgewinnsteuern (+400000 Franken), bei den Handänderungssteuern (+600000 Franken) und bei den Steuern juristischer Personen (+910000 Franken) bei. Die Stadt hat im vergangenen Jahr verschiedene Grundstücke verkauft. Daraus ergaben sie Buchgewinne von knapp einer Million Franken. Der Gesamtertrag lag 2017 bei 97,7 Millionen Franken.

Die Gesamtaufwand lag gemäss Communiqué der Stadtkanzlei mit 92,7 Millionen rund 2,6 Millionen Franken unter dem Budget. Im weiterhin günstigen Zinsumfeld mussten 2017 rund 265000 Franken weniger Fremdkapital-Zinsen bezahlt werden. Bei unverändertem Kreditbestand sank die Zinsbelastung seit 2013 von 1,4 Millionen auf heute 880000 Franken. Der Sachaufwand schliesst 750000 Franken unter dem Budget.

Auch die Gossauer Stadtwerke erzielten 2017 einen Gewinn. Er betrug 4,2 Millionen Franken oder 1,6 Millionen mehr als im Budget vorgesehen. Zum höheren Plus trugen die zwei Geschäftsfelder Elektrizität und Dienstleistungen bei.

Reserve würde auf rund 23 Millionen steigen

Der Stadtrat schlägt dem Stadtparlament an der Sitzung vom 1. Mai vor, den 4,2-Millionen-Gewinn der Stadtwerke in den Stadthaushalt zu übertragen. Zusammen mit dem Ertragsüberschuss von fünf Millionen Franken aus der Laufenden Rechnung stünden dann 9,2 Millionen Franken zur Verfügung. Diese Summe will der Stadtrat im Wesentlichen in die Vorfinanzierung der Sportanlagen einlegen. Wenn sich das Parlament diesem Antrag anschliesst, wird diese Reserve auf rund 23 Millionen Franken steigen. «Das gäbe bereits ein neues Hallenbad, mehr oder weniger», sagt Brühwiler. Ein solches will der Stadtrat als Teil des Masterplans Sportanlagen, der aus dem Gesak (Gemeindesportanlagen-Konzept) hervorging, auf dem Areal Buechenwald bauen anstelle des bisherigen im Gebiet Ro­senau. Das neue Hallenbad spielt eine Schlüsselrolle im ersten Modul des Masterplans. Das Parlament hat im Januar die Splittung des Masterplans in drei Module, das Raumprogramm fürs Hallenbad und den Wettbewerbskredit über 190000 Franken für ein neues Tribünengebäude beim Hauptfussballfeld bewilligt.

Für die Umsetzung des ersten Moduls liegen die jüngsten Schätzungen der Investitionen bei 55 Millionen Franken mit einer möglichen Abweichung nach oben und nach unten von einem Fünftel, wie Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau, sagt.

Daniel Wirth

daniel.wirth@tagblatt.ch

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