Gospelchor auf «Abwegen»

Neues Outfit, neues Signet, neue Lieder: Der Gospelchor Oberbüren verblüffte am Sonntag mannigfaltig. Vor allem aber mit seinem Mix von Gospel und Pop.

Andrea Häusler
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Der neu eingekleidete Oberbürer Gospelchor mit den beiden Solisten Fredy Ziegler und Kristina Marty. (Bild: Andrea Häusler)

Der neu eingekleidete Oberbürer Gospelchor mit den beiden Solisten Fredy Ziegler und Kristina Marty. (Bild: Andrea Häusler)

NIEDERUZWIL. Es war eine eindrückliche, besinnlich-heitere Einstimmung in den sonntäglichen Feierabend, darin waren sich die Besucher am Schluss des Chorkonzerts in der katholischen Kirche von Niederuzwil einig. Entsprechend hatte sich das Ende weit über den offiziellen Programmschluss hinaus erstreckt: Drei Zugaben packten die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors Oberbüren zusätzlich auf das klassisch-moderne Songpaket. Allein, das Publikum hätte auch einer vierten oder fünften zugehört.

Jugendliche Dynamik

Das Repertoire, das der Chor im Hinblick auf die beiden Konzerte vom Wochenende einstudiert hatte, trägt zweifelsfrei die Handschrift von Dirigentin Anja Gähwiler, die die Formation seit April 2014 leitet und jene jugendliche Frische und Dynamik in Truppe und Liederbuch gebracht hat, die sie selbst verkörpert. «Gospel meets Pop» – so der Titel des ersten Konzerts unter neuer Leitung – spannte facettenreich den Bogen zwischen zwei Musikgattungen, die nebst vielen Unterschieden wohl eines gemeinsam haben: Es gäbe sie nicht ohne den Chorgesang.

Von «Silvy» bis «Ho Hey»

Dem klassischen Einstieg mit religiös geprägten Songs wie «Born Again», «We have come to praise the Lord» oder «In your arms» folgten Interpretationen von Film- («Somewhere over the rainbow») und Liebesliedern («Ain't no mountain») und schliesslich moderne Hits wie der Indie-Popsong «Some nights». «Können Sie sich vorstellen, welche Lacher, Pannen und spassige Momente wir beim Einstudieren des Titels <Ho Hey> von The Lumineers erlebt haben?» fragte Rosina Brühwiler, die den Abend in der rappelvollen Kirche moderierte. Fauxpas oder humoristische Einlagen bleiben am Sonntag aus – sowohl bei den Chorsängern als auch bei den Solistinnen und Solisten. Und erst recht nicht bei der Band, die sich eigens für die Konzerte in Henau und Niederuzwil formiert hatte und den «Hauspianisten» des Gospelchors, Christian Schneebeli, unterstützte.

Schwarz und rot

Schwarze Outfits, aufgepeppt mit roten Accessoires wie Krawatten, Schals, Schmuck oder Stoffblumen – so präsentiert sich das neue Outfit des Gospelchors. Frische Blumen gab es übrigens für Solistin Kristina Marty; und ein nicht enden wollender Applaus für alle anderen.