Goldenes Handwerk

So um die Jahre rund um siebzig war der Bauboom doch recht hitzig, die Qualität war unterschiedlich, die Arbeitsweise meistens friedlich. Die Häuser in die Jahre kamen, die meisten ohne Rang und Namen, Blöcke, Flachdach, kleine Garten,

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So um die Jahre rund um siebzig

war der Bauboom doch recht hitzig,

die Qualität war unterschiedlich,

die Arbeitsweise meistens friedlich.

Die Häuser in die Jahre kamen,

die meisten ohne Rang und Namen,

Blöcke, Flachdach, kleine Garten,

die Baubranche hat gute Karten.

An unserem Haus, der Zahn der Zeit

hat genagt, wir sind bereit

zu renovieren, koordinieren,

Handwerker zu organisieren:

Teppichleger, Sanitär,

der Gipser sieht's erst ungefähr,

der Maler ist gleich auch zur Stelle,

der Maurer schwingt die Pflasterkelle.

Es sind Offerten zu vergleichen,

Unnötiges vom Plan zu streichen,

bis schliesslich montags früh um sieben,

fröhlich die ersten Funken stieben.

Fortan geht es Schlag auf Schlag,

nach Programm läuft's jeden Tag,

eins ums andre, Schritt um Schritt,

auch das Wetter macht gut mit.

Die Branchen sind zwar sehr verschieden,

wir aber sind rundum zufrieden:

von A wie Arbeit bis Z wie Zahlung,

beiderseits geht's ohne Mahnung.

Wir können uns am fast wie neuen

Häuschen vorbehaltlos freuen,

und dem Handwerk mit der schlanken

Note 6 ganz herzlich danken.

De Gallestei.

Der Flawiler Autor und Kolumnist Rolf Bollinger schreibt

jeden Freitag in der Grossauflage der Wiler Zeitung.