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Gold für den besten Zuzwiler Jung-Mathematiker

Am Känguru-Wettbewerb haben dieses Jahr 118 Primarschulkinder mitgemacht. An der Rangverkündigung in der Aula Züberwangen gab es Grund zum Feiern: Levin Münger hat als Einziger alle Aufgaben richtig gelöst.
Dinah Hauser
Levin Münger (mitte) nimmt die Urkunde mit der Goldmünze entgegen. Die Lehrerin Arlette von Groddeck und Dima Nikolenkov vom Verein Känguru Schweiz gratulieren dem 10-Jährigen. (Bild: Dinah Hauser)

Levin Münger (mitte) nimmt die Urkunde mit der Goldmünze entgegen. Die Lehrerin Arlette von Groddeck und Dima Nikolenkov vom Verein Känguru Schweiz gratulieren dem 10-Jährigen. (Bild: Dinah Hauser)

Freudestrahlend blickt Levin Münger auf seine australische Goldmünze. Diese hat er soeben beim internationalen Känguru Mathematik-Wettbewerb (siehe Kasten unten) gewonnen. Der 10-jährige Zuzwiler hat sich an der Primarschule nicht nur auf den ersten Platz gerechnet, er hat alle 24 Aufgaben richtig gelöst. Dafür gibt es vom organisierenden Verein Känguru Schweiz eine spezielle Urkunde mit der Münze.

«Die Aufgaben haben Spass gemacht», sagt der Viertklässler. Sie seien aber schwieriger als jene des täglichen Schulunterrichts. So blieb ihm diese Aufgabe in Erinnerung: In einem Spiel sind rote, blaue und weisse Kugeln, insgesamt 15 Stück. Acht der Kugeln sind nicht rot und zehn der Kugeln sind nicht blau. Wie viele Kugeln sind weiss? «Da habe ich schon einige Zeit gebraucht, bis ich auf drei gekommen bin», sagt Levin.

Der Känguru-Wettbewerb

Der Mathematikwettbewerb stammt ursprünglich aus Australien und wurde dort erstmals 1978 durchgeführt. Seit 1994 ist er auch in Europa präsent. «Weltweit nehmen Schulen aus über 80 Ländern teil», sagt Dima Nikolenkov vom Verein Känguru Schweiz. «Dieses Jahr haben erstmals mehr als sechs Millionen Kinder mitgemacht.»

Das Ziel des Wettbewerbs ist, die Freude am mathematischen Denken und Handeln zu wecken und zu fördern. «Dabei spielen die Platzierungen nicht die wichtigste Rolle», sagt Nikolenkov. So gebe es beispielsweise keine Länder- oder Schulvergleiche.

Die Aufgaben seien so konzipiert, dass sie unkonventionelles Denken fördern. «Die Kinder sollen nicht einem vorgetrampelten Pfad folgen.» Je nach Klassenstufe sollen 24 (3. bis 4. Klasse) oder 30 Aufgaben (5. bis 13. Klasse) in 75 Minuten gelöst werden. Dabei muss pro Aufgabe die richtige aus fünf Antwortmöglichkeiten ausgewählt werden. (dh)

Hinweis www.kaenguru-schweiz.ch

Levin Münger (mitte) nimmt die Urkunde mit der Goldmünze entgegen. Die Lehrerin Arlette von Groddeck und Dima Nikolenkov vom Verein Känguru Schweiz gratulieren dem 10-Jährigen. (Bilder: Dinah Hauser)Levin Münger (mitte) nimmt die Urkunde mit der Goldmünze entgegen. Die Lehrerin Arlette von Groddeck und Dima Nikolenkov vom Verein Känguru Schweiz gratulieren dem 10-Jährigen. (Bilder: Dinah Hauser)
Jeder Teilnehmer durfte nebst einer kleinen Urkunde auch einen farbigen QWürfel mit nach Hause nehmen.Jeder Teilnehmer durfte nebst einer kleinen Urkunde auch einen farbigen QWürfel mit nach Hause nehmen.
Ränge 1 bis 3 (von unten) der beiden Kategorien 3./4. Klasse (links) und 5./6. Klasse. Bei der Kategorie 3./4. Klasse gabe es zwei Drittplazierte.Ränge 1 bis 3 (von unten) der beiden Kategorien 3./4. Klasse (links) und 5./6. Klasse. Bei der Kategorie 3./4. Klasse gabe es zwei Drittplazierte.
Wild durcheinander: Die Ränge 1 bis 10 beider Kategorien. Wild durcheinander: Die Ränge 1 bis 10 beider Kategorien.
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Die besten Mathematiker in Zuzwil

Ziel: Freude an Mathematik fördern

An der Primarschule Zuzwil findet der Wettbewerb seit sieben Jahren statt. Arlette von Groddeck ist während ihrer Ausbildung in der Begabtenförderung darauf gestossen und organisiert diesen seither an der Schule. Für den Znüni am Wettbewerbstag und für die Preise der ersten drei Ränge wurde der Gewerbeverein Zuzwil-Weieren-Züberwangen als Sponsor gefunden.

«Das schöne am Wettbewerb ist, dass alle Kinder mitmachen können. Einige sind erstaunt, wie gut sie abgeschnitten haben», sagt von Groddeck. An der Primarschule ist sie für die Begabungs- und Begabtenförderung zuständig. «Der Känguru Wettbewerb ist ein fester Bestandteil meines Unterrichts.» Sie steht hinter dem Ziel des Vereins, die Freude am mathematischen Denken und Handeln zu wecken und zu fördern.

Für die Rangverkündigung ist auch Dima Nikolenkov des Vereins Känguru Schweiz angereist. «Wenn jemand die maximale Punktzahl erreicht, dann versuchen wir persönlich anwesend zu sein.» Dieses Jahr hätten von schweizweit rund 40'000 Teilnehmern 78 die maximale Punktzahl erreicht.

Bereits zum zweiten Mal volle Punktzahl

An der Primarschule Zuzwil ist es das zweite Mal, das ein Kind alle 120 Punkte holt. Vor fünf Jahren hatte dies ein Mädchen geschafft. In der Kategorie der fünften und sechsten Klasse schaffte es heuer Michael Harder mit 113,75 Punkten und nur einer falsch gelösten Aufgabe auf den ersten Platz.

Levin ergatterte sich letztes Jahr bereits den zweiten Platz. Die nun gewonnene Goldmünze möchte er zu Hause ausstellen. Doch eigentlich mag er Mathematik nicht so. «Viel lieber erfinde ich Sachen», sagt Levin. So ist er an Chemie interessiert und macht in der Freizeit Team-Akrobatik. Nächstes Jahr will er aber wieder beim Wettbewerb mitmachen. Dann tritt er in der höheren Kategorie der fünften und sechsten Klasse an.

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