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Glockengeläut für 14 Nikoläuse

Den traditionellen Auszug aus der St.-Nikolaus-Kirche begleiten viele Schaulustige. Das Gotteshaus hatte sich bis fast auf den letzten Platz gefüllt, bevor es dann draussen ans feierliche Versli aufsagen ging.
Christoph Heer
Die Kirche St. Nikolaus war gut besetzt, als sich die Nikoläuse und Ruprechte auf den Weg nach draussen machten, wo sie den Kindern ihre Aufwartung machten. (Bild: Christoph Heer)

Die Kirche St. Nikolaus war gut besetzt, als sich die Nikoläuse und Ruprechte auf den Weg nach draussen machten, wo sie den Kindern ihre Aufwartung machten. (Bild: Christoph Heer)

«Ach du lieber Nikolaus, komm ganz schnell in unser Haus. Ich habe so viel an dich gedacht, du hast mir sicher was mitgebracht», sagt das kleine Mädchen und freut sich riesig über das kleine Biberli. Der Junge nebenan ist sich zeitgleich nicht ganz sicher, welches Sprüchli er aufsagen soll. Er hat nämlich ein freches und ein liebevolles gelernt. «Nikolaus, sei unser Gast, wenn du was im Säckli hast. Hast du was, so lass dich nieder, hast du nichts, so verschwinde wieder.» Ob er sich getraut hat, dieses aufzusagen, ist nicht bekannt. Zumal jedoch alle Nikolauspaare nach ihrem Auszug aus der Kirche überaus gut gelaunt sind, darf davon ausgegangen werden, dass er so oder so ein Biberli bekommen hat.

Spezielles Glockengeläut

St. Nikolaus und Knecht Ruprecht haben auch dieses Jahr wieder unzählige Familien und betagte Mitmenschen besucht. Am traditionellen Auszug aus «ihrer» Kirche sind es 14 Nikolauspaare, die für leuchtende Kinderaugen sorgen. Zuvor aber erklingt das Glockengeläut. Und dieses ist an diesem Tag ein besonderes. Denn nur zweimal im Jahr sind die sieben Glocken im grossen Turm und die beiden kleineren im Türmchen gleichzeitig zu hören: zum Jahreswechsel und an diesem Tag. Das Messgewand ist umgehängt, die Mitra aufgesetzt und das Kreuz auf dem Stab glänzt. Natürlich fehlen bei den Mitgliedern der Wiler St.-Nikolaus-Gruppe auch die Bärte nicht. Knecht Ruprecht stolziert derweil in Schwarz durch die Kirche.

Ein Lied für Nikolaus

Draussen angekommen windet es einem fast die Mütze vom Kopf. Trotzdem warten die Kinder geduldig auf ihren Auftritt. Herrlich anzuschauen, wie selbst die Nervösesten über ihren Schatten springen und ein Versli aufsagen. Zwischendurch hört man auch Lieder, ganz leise vorgetragen, aber umso beeindruckender. An ein Durchkommen auf dem Kirchplatz ist in diesem Moment nicht mehr zu denken; spielt auch keine Rolle, denn für diesen Anlass muss man sich einfach Zeit nehmen.

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