Glasfaser: Ja oder Nein?

Eschliker Stimmbürger entscheiden morgen Mittwoch über den Bau eines eigenen Glasfasernetzes.

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Eschlikon. «Der Kreditantrag von 5,5 Millionen Franken für den Aufbau eines gemeindeeigenen Glasfasernetzes ist eines der grössten Geschäfte, die uns bisher beschäftigt haben», erklärt Robert Meyer, Gemeindeammann von Eschlikon, in der Botschaft zur morgigen Gemeindeversammlung am Mittwoch, 2. Juni, welche im Mehrzwecksaal Bächelacker ab 19.30 Uhr stattfindet.

Gewinn in zehn Jahren

Für die künftigen Bedürfnisse hinsichtlich Energieoptimierung sowie im Messbereich beim Betrieb der Wasser- und Stromnetze möchten die Technischen Werke gerüstet sein, heisst es in der Botschaft der Gemeinde Eschlikon weiter. Dazu möchten die Technischen Werke über die Nutzungsmöglichkeit einer Glasfaser verfügen und beteiligten sich daher mit rund 19 Prozent an den Projektkosten.

Die Technischen Werke würden im Umfang von 700 000 Franken bereits erstellte Infrastruktur für die Realisierung des Glasfaser-Projekts einbringen und weitere 500 000 Franken in ihre Rechnung übernehmen. Das gesamte Investitionsvolumen des Projekts betrage 6,2 Millionen Franken. Der Gemeinderat legt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern an der Versammlung einen Kreditantrag über die Netto-Investitionskosten in der Höhe von rund 5,5 Millionen Franken vor.

Die laufenden Kosten würden über eine Spezialrechnung abgerechnet. «Steuergelder werden keine verwendet», wird in der Botschaft betont. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Gewinnschwelle in zehn Jahren erreicht werden könne. Mit dem Bau der Infrastruktur sollen in mehreren Etappen und innert sechs bis acht Jahren die meisten Liegenschaften im Baugebiet der Gemeinde Eschlikon mit Glasfasern erschlossen werden. Der Gemeinderat plane für den Bau und Betrieb des Glasfasernetzes eine Aktiengesellschaft zu gründen.

Der Entscheid sei jedoch noch nicht abschliessend gefallen.

«Nicht Sache der Gemeinde»

Kürzlich wurde Widerstand gegen das Projekt laut. Das Forum «Besorgte Bürger», angeführt vom ehemaligen Gemeinderat Jürg Stänz und Kurt Stäheli, stellt sich gegen den Kreditantrag zum Bau des Glasfasernetzes (Wiler Zeitung vom 26. Mai).

Es könne nicht Sache der Gemeinde sein, in einen Preiskampf mit bestehenden Betreibern einzutreten, sind die Vertreter des Bürgerforums überzeugt.

Dem Eigenkapital zuweisen

Über die Jahresrechnung, welche mit Aufwänden von rund 12,5 Millionen Franken und Erträgen von rund 12,7 Millionen Franken in der laufenden Rechnung und Nettoinvestitionen von rund 2,6 Millionen Franken in der Investitionsrechnung schliesst, wird am Mittwoch ebenfalls entschieden Der Gewinn von rund 250 000 Franken beantragt der Gemeinderat, dem Eigenkapital zuzuweisen.

(gk./bb.)

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