GEWINN: Steuerfuss soll unverändert bleiben

Die Jahresrechnung 2016 der Katholischen Kirchgemeinde Wil schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 142 500 Franken. Die Liegenschaft «Harmonie» neben der Stadtkirche muss saniert werden.

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Der Katholische Kirchenverwaltungsrat hat die Jahresrechnung 2016 der Katholischen Kirchgemeinde Wil zuhanden der Bürgerversammlung verabschiedet. Die Verwaltungsrechnung weist einen Ertragsüberschuss von 142 500 Franken auf. Die budgetierten Abschreibungen auf den Verwaltungsliegenschaften von 473 000 Franken sowie ausserordentliche Abschreibungen von 175 000 Franken konnten vorgenommen werden. Die vorgesehenen Abschreibungen im Umfang von 85 000 Franken auf dem Finanzvermögen sowie zusätzliche Abschreibungen von insgesamt 367 000 Franken ebenso.

Besser wegen Steuernachzahlungen

Die Einkommens- und Vermögenssteuereinnahmen 2016 sind insbesondere wegen Steuernachzahlungen aus den Vorjahren gegenüber dem Voranschlag 2016 deutlich besser als budgetiert ausgefallen. Dabei sei zu betonen, dass die Steuernachzahlungen in dieser Höhe als einmalig zu betrachten seien, weshalb mit diesen einmaligen Mehreinnahmen die Belastungen auf dem Verwaltungs- und teilweise dem Finanzvermögen reduziert werden konnten, hält der Kirchenverwaltungsrat in einer Mitteilung fest. Die Ausgaben gemäss Voranschlag konnten fast überall eingehalten werden. Der Ertragsüberschuss soll zur Schuldentilgung auf dem sanierten Pfarreizentrum Wil verwendet werden. Damit sinkt die Verschuldung des Pfarreizentrums Wil per Ende 2016 auf gut 4,7 Millionen Franken.

Der Kirchenverwaltungsrat hat sich an einer Klausurtagung auch intensiv des Finanzhaushalts der Kirchgemeinde angenommen. Weiterhin soll die zielgerichtete Finanzpolitik zum Tragen kommen. Diese soll nebst der Erfüllung der Kernaufgaben in der Seelsorge auch einen möglichst schuldenfreien Haushalt ermöglichen. Unter Berücksichtigung der 2016 getätigten neuen Investition für die Fassadenerneuerung der Stadtkirche St.Nikolaus und am Wallfahrtsort Maria Dreibrunnen ins Pilgerhaus und in die Heizungsanlagen und der dieses und in den nächsten Jahren noch zu tätigenden Investitionen vor allem in Renovations- und Unterhaltsarbeiten an diversen Liegenschaften lasse sich der Haushalt der Kirch­gemeinde mit dem aktuellen Steuerfuss nach der Senkung 2016 gut verantwortbar führen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Finanzpolitik erfolge immer mit dem Ziel einer möglichst schnellen Reduktion der Schulden vorwiegend auf dem Verwaltungsvermögen.

Der Kirchenverwaltungsrat präsentiert der Kirchbürgerschaft somit einen ausgeglichenen Voranschlag, der ordentliche Abschreibungen in der Höhe von insgesamt 480 000 Franken vorsieht. Es werden an der Kirch­bürgerversammlung ein unveränderter Steuerfuss von 18 Prozent ­Kirchensteuer und 4 Prozent Zentralsteuer des Katholischen Konfessionsteils, total 22 Prozent der einfachen Steuer zur Genehmigung vorgelegt.

Grundsatzabstimmung an Kirchbürgerversammlung

Gleichzeitig wird der Kirchenverwaltungsrat der Kirchbürgerschaft in einer Grundsatzabstim-mung die Gesamtsanierung der neben der Stadtkirche Wil gelegenen Liegenschaft «Harmo­ nie», Kirchgasse 23, Wil, zur Genehmigung unterbreiten. Diese Liegenschaft sei sehr alt und müsse bald total saniert werden, hält der Kirchenverwaltungsrat fest. Dieser soll befugt werden, die Liegenschaft im Finanzvermögen der Kirchgemeinde ertragswirksam für 1,75 Millionen Franken zu sanieren. (red)

Kirchbürgerversammlung: Freitag, 7. April 2017, 19.30 Uhr, katholisches Pfarreizentrum Wil