Gewerkschaft Syna kritisiert Krisenmassnahmen

BÜTSCHWIL. Die zweitgrösste Gewerkschaft der Schweiz, die Syna, verfügt über eine aktive Sektion im Toggenburg. In seinem Jahresbericht blickte der langjährige Sektionspräsident Ludwig Mathis in Bütschwil auf ein aktives Vereinsjahr und viele Anlässe zurück.

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BÜTSCHWIL. Die zweitgrösste Gewerkschaft der Schweiz, die Syna, verfügt über eine aktive Sektion im Toggenburg. In seinem Jahresbericht blickte der langjährige Sektionspräsident Ludwig Mathis in Bütschwil auf ein aktives Vereinsjahr und viele Anlässe zurück.

Starker Franken nur Vorwand?

Danilo Ronzani, Regionalverantwortlicher Syna Ostschweiz, berichtete über die Situation seit der Aufhebung des Euromindestkurses. Manche Arbeitgeber drohen mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und der Auszahlung von Eurolöhnen oder haben die Wochenarbeitszeit erhöht. Ob ein Unternehmen wirklich unter dem starken Franken leide oder das Ereignis nur als Vorwand für Entlassungen benutze, sei nicht immer klar, sagte Ronzani. Die Syna sei bereit, über zeitlich begrenzte Massnahmen zu verhandeln – unter der Bedingung, dass die betroffenen Unternehmen transparent über ihre Lage informierten. Ungerührt aktiv ist die Branchengruppe Bau von Syna, in welcher einige Mitglieder aus dem Toggenburg mitarbeiten. Sie befasst sich mit der Erneuerung des Landesmantelvertrags im Bauhauptgewerbe.

Aufbauhilfe in Rumänien

Ehrenmitglied Walter Nef berichtete über den gutbesuchten Vortrag von Edwin Rütsche. Er leistet zusammen mit dem rumänischen Franziskanerpater Csaba Böjte seit vielen Jahren Aufbauhilfe in Rumänien. Das Projekt wird von der Sektion Toggenburg unterstützt. (pd)