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Gewerbeverein will stärker in der Politik mitmischen: Parlamentspräsident Marc Flückiger zum Vizepräsidenten gewählt

Marc Flückiger wurde zum Nachfolger des bisherigen Vizepräsidenten Rolf Baumgartner gewählt. Und der neue hat ambitionierte Ziele: Für die Wahlen 2020 soll ein Stadtratskandidat aus dem Gewerbe aufgestellt werden.
Gianni Amstutz
Präsident Stefan Frick (links) und der zurückgetretene Vizepräsident Rolf Baumgartner an der HV des Gewerbevereins. (Bild: Gianni Amstutz)

Präsident Stefan Frick (links) und der zurückgetretene Vizepräsident Rolf Baumgartner an der HV des Gewerbevereins. (Bild: Gianni Amstutz)

Liest man die Ziele des Gewerbevereins Wil und Umgebung (GVW) durch, wird schnell deutlich: Ein guter Draht oder besser noch eigene Vertreter in Regierung und Parlament sind für den Verein essenziell. So heisst es etwa der GVW setzt sich für eine gewerbliche Vertretung in den Behörden ein, nimmt zu aktuellen politischen Fragen Stellung und setzt sich für faire Wettbewerbsbedingungen in der Region Wil ein. Ohne politische Vertretung ist das schwierig. So ist denn auch die Wahl von Parlamentspräsident Marc Flückiger – in dessen Abwesenheit – zum Vizepräsidenten als Zeichen zu verstehen, dass der GVW seine Anstrengungen dahingehend verstärken will.

Marc Flückiger (Bild: PD)

Marc Flückiger (Bild: PD)

Flückiger ersetzt Rolf Baumgartner, der sich in seiner Zeit im Vorstand seinerseits verdient damit gemacht hatte, eine überparteiliche Wirtschaftsgruppe mit Vertretern aller bürgerlichen Parteien aufzubauen. Mehrmals pro Jahr traf sich die Gruppe zu Gesprächen mit dem Ziel, die Politiker bei Abstimmungen, Wahlen und Parlamentsvorlagen zu unterstützen. Welche Wirkung das haben kann, konnte bei der Steuersenkung auf das Jahr 2018 und der unlängst erneuten Steuersenkung am 10. März beobachtet werden.

Unternehmen in die Pflicht nehmen

Flückiger selbst stellt einen solchen Draht in die Stadtpolitik dar, doch seine Ziele gehen weit über das Bisherige hinaus. Auch er will die Politik näher an die Unternehmen bringen. Doch nicht nur das. Sein oberstes Ziel lautet, einen Stadtratskandidaten aus dem Gewerbe aufstellen zu können. Denn: «Die Unternehmen müssen wieder vermehrt in die Pflicht genommen werden», schrieb er zu seinen Zielen im Vorstand. Sei dies mit persönlichem oder finanziellen Engagement. Die Grundaussage Flückigers könnte also deutlicher nicht sein. Anstatt nur zu jammern über Entscheidungen des Parlament und der Regierung ist der Gewerbeverein gefordert, selbst Lösungen zu präsentieren und – was angesichts Flückigers oberstem Ziel fast wichtiger scheint – auch selbst aktiv zu werden. Wünschenswerterweise mit einer Kandidatur für den Stadtrat. Oder wie Flückiger dies ausdrückt:

«Wer ernten will, muss zuerst säen.»

Die Rechnung schloss mit einem leichten Verlust. Gleich sieht es auch im Budget 2019 aus. War im vergangenen Jahr ein unerwartete,r wenn auch erfreulicher Umstand, sprich die finanzielle Beteiligung an der Wahlfeier von Bundesrätin Karin Keller-Sutter die Ursache des leichten Verlust, lässt sich der GVW dieses Jahr die Organisation des 1. Wiler Gewerbefensters etwas kosten.

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