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Gewerbeverein Oberuzwil blickt trotz abflachenden Wirtschaftswachstums optimistisch in die Zukunft

Wahlen standen im Zentrum der Hauptversammlung des Gewerbevereins. Die Konjunktur drohe, sich abzuschwächen, sagte Präsident Ernst Dobler, doch seien dafür in der Region noch keine Anzeichen erkennbar.
Philipp Stutz
Ernst Dobler, Präsident des Gewerbevereins, durfte Jann Kessler, Mitorganisator des Klimastreiks, als Referenten begrüssen. (Bild: Philipp Stutz)

Ernst Dobler, Präsident des Gewerbevereins, durfte Jann Kessler, Mitorganisator des Klimastreiks, als Referenten begrüssen. (Bild: Philipp Stutz)

«Zurzeit werden die Prognosen von den Konjunktur-Fachstellen nach unten korrigiert», sagte Ernst Dobler an der gut besuchten Hauptversammlung vom Freitag im Restaurant Freudenberg. Das Wirtschaftswachstum soll sich abflachen, sogar das Wort Rezession sei wieder in aller Munde.

«In unserer global vernetzten Welt haben diese Störungen auch Einfluss auf die Exportregion Uzwil»

In Oberuzwil präsentiere sich die Situation indes noch keinesfalls dramatisch. Vor allem im Baubereich. Auch in der näheren Umgebung werde immer noch tüchtig gebaut. «So ist für die nächsten beiden Jahre mit einem rechten Arbeitsvolumen für das Bauhaupt- und –nebengewerbe zu rechnen», folgerte der Gewerbepräsident. Oberuzwil werde immer attraktiver, auch für Zuzüger, lobte Dobler: «Es muss sein Licht nicht mehr unter den Scheffel stellen.»

Fachkräftemangel bereitet Sorge

Sorge bereitet hingegen nach wie vor der Fachkräftemangel. Es nütze jedoch nichts, Studium und Berufslehre gegeneinander ausspielen zu wollen. «Wir brauchen beides, gute Akademiker und Berufsleute», betonte Dobler. Ausbildner seien gefordert, aus vermeintlich schwächeren Jugendlichen doch noch gute Berufsleute zu formen.

In diese Kerbe hieb auch Peter Gall, Lehrer in Aadorf, der das Projekt «Lift» vorstellte. Dabei handelt es sich um ein Integrations- und Präventionsprogramm an der Nahtstelle zwischen der Volksschule und der Berufsbildung für Jugendliche ab der siebten Klasse mit erschwerter Ausgangslage bezüglich der späteren direkten Integration in die Arbeitswelt. Im Projekt gehe es darum, Jugendliche mit Defiziten zu unterstützen und ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, sagte Gall. Auf diese Weise hätten rund 90 Prozent der Jugendlichen bereits ein Anschlussprojekt gefunden.

«Bald reif für die Insel»

Im Vorstand waren zwei Rücktritte zu verzeichnen. Nach 32 Jahren als Kassier gab Felix Hangartner seine Demission bekannt. Ebenfalls trat altershalber Caspar Francke als Revisor zurück. Der Vorstand hat Nachfolger gefunden. Jörg Bergundthal wird neuer Kassier und Caroline Tribelhorn Revisorin. Beide sind Treuhänder und mit der Materie vertraut. Ernst Dobler wurde für ein weiteres Jahr als Präsident bestätigt. «Dannzumal bin ich 25 Jahre Präsident des Gewerbevereins und somit reif für die Insel.» Zu diesem Zweck wurde eine Zuwahl in den Vorstand vollzogen. Daniele Ventaglio, bekannt als Präsident der Regionalen Industrie- und Gewerbeausstellung (Riga), wird im Gewerbeverein mitwirken und soll in einem Jahr allenfalls Nachfolger von Dobler werden.

Klimastreik: Was soll das?

Ausgelöst durch den Schülerstreik, ist der Klimawandel zu einem Thema geworden, das von den Medien stark thematisiert wird und seinen Niederschlag unter anderem in den Wahlen im Kanton Zürich gefunden hat. Jann Kessler, Student und Filmemacher, ist Mitorganisator des Klimastreiks und legte seine Gedanken an der Hauptversammlung des Gewerbevereins dar. Eine Forderung zielt dahin, den CO2-Ausstoss massiv zu senken. Bis 2030 soll derselbe in der Schweiz auf null reduziert werden. «Wenn es so weitergeht, wird die Schneefallgrenze im Jahr 2060 auf der Höhe von Davos liegen.» Der Diskurs müsse sich von der Immigration zum Klimawandel verlagern. Das Einzige, was zähle, sei ein Umdenken, verbunden mit Verzicht. «Es ist nötig, sich zu engagieren, damit das Leben auf diesem Planeten eine Zukunft hat.» In der Diskussion wurde den Anliegen Verständnis entgegengebracht. Es wurde aber klar, dass Wirtschaftswachstum und Massnahmen gegen den Klimawandel schwer vereinbar sind. (stu)

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