Gewachsene Energie der Steine

Am Samstag startet die Galerie zur alten Bank in Niederuzwil ins neue Ausstellungsjahr. Die Oberuzwilerin Susan Osterwalder-Brändle zeigt unter dem Titel «Die Leichtigkeit des Steins» Bilder und Objekte.

Urs Bänziger
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Künstlerin Susan Osterwalder-Brändle (Mitte) mit den beiden Mitarbeiterinnen vom Galerieteam, Simone Egloff und Nevena Nedeljkovic. (Bild: Urs Bänziger)

Künstlerin Susan Osterwalder-Brändle (Mitte) mit den beiden Mitarbeiterinnen vom Galerieteam, Simone Egloff und Nevena Nedeljkovic. (Bild: Urs Bänziger)

NIEDERUZWIL. Die Galerie zur alten Bank feiert am nächsten Samstag doppelt Premiere. Zum einen wird die erste Ausstellung in diesem Jahr eröffnet. Zum anderen zeigt Susan Osterwalder-Brändle ihr Kunstschaffen erstmals in der Region der Öffentlichkeit. «Das Zeichnen und Malen ist mir in die Wiege gelegt worden. Meine Mutter war Modezeichnerin», erzählt die Oberuzwilerin. «Als ich 1986 das erste Mal ausstellte, habe ich gemerkt, dass ich mich schwertue, meine Bilder wegzugeben. Deshalb bin ich mit Ausstellungen in Galerien sehr zurückhaltend.»

Fasziniert von Steinen

Susan Osterwalder-Brändle ist eine vielseitige Person. Sie malt und schreibt auch gerne. Mit ihrem 2014 herausgegebenen Buch «Fliegeralarm und Zwetschgenfladen» hat sie sich als Autorin einen Namen gemacht. Sie gehört aber auch zu den Pionierinnen des Schweizer Lokalfernsehens. «Von 1980 bis 1997 war ich für Tele Wil tätig», erzählt die Oberuzwilerin.

In ihrer Freizeit wandert sie gerne an Flussufer und Bachläufen entlang. «Steine faszinieren mich», sagt Susan Osterwalder-Brändle. «Ihre von der Natur gegebenen Strukturen, Formen und Farben sind so vielseitig. In Steinen steckt viel Energie. Diese Energie will ich in meinen Bildern und Objekten zum Ausdruck bringen.»

Verschiedene Techniken

Sowohl in der Malerei als auch im Gestalten von Objekten spielen Steine für Susan Osterwalder-Brändle eine wichtige Rolle. In ihrer Ausstellung in der Niederuzwiler Galerie unter dem Titel «Die Leichtigkeit des Steins» versucht sie, über Jahrmillionen gewachsene Energie filigran darzustellen. Dabei bedient sich die Künstlerin verschiedener Misch- und Granuliertechniken. Organische Stoffe wie Pigmente, Silikate, Bitumen, Kaffee, Steinmehl und Sand integriert sie gekonnt in ihre Werke. Stimmungen und Gefühle drückt sie in abstrakten Formen und in Farben aus.

Zur Vernissage am nächsten Samstag, 30. Januar, um 16 Uhr sind alle Interessierten eingeladen. Die Ausstellung ist jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr sowie am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sie dauert bis zum 21. Februar.

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