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Gestrandet im Transit: Das Kathi-Musical vermag zu überzeugen

Das 25. Kathi-Musical erzählt das Geschehen auf einem Flughafen, wenn ein Flug gestrichen wird. Das Premierenpublikum bekam das besondere Ambiente bereits im Vorgarten des Wiler Klosters St. Katharina zu spüren.
Carola Nadler
Im Kathi-Musical 2019 verwandeln sich die Bühne zu einem Flughafen und die Schülerinnen zu Stewardessen und Passagierinnen. (Bild: Carola Nadler)

Im Kathi-Musical 2019 verwandeln sich die Bühne zu einem Flughafen und die Schülerinnen zu Stewardessen und Passagierinnen. (Bild: Carola Nadler)

«Dear Passengers ...» – automatisch spitzt man beim Eintreffen auf dem Gelände der Mädchensekundarschule St. Katharina die Ohren, um nur ja die Ansage nicht zu überhören. Änderung des Gates? Verspätete Ankunft? Oder gar das gefürchtete Wort «cancelled»? Im diesjährigen Kathi-Musical passiert genau das: ein Flug wird gestrichen, im Transitbereich begegnen sich Menschen, es prallen Leben aufeinander.

Anders als bei bereits existierenden Musicals, werden die Kathi-Musicals jedes Jahr komplett neu zusammengestellt: ein Thema wird gesucht, eine Story geschrieben, Songs gesucht, Bühnenbild, Requisite und Kostüme erstellt. Der Kreativität des Musicalteams und der Schülerinnen ist es auch dieses Jahr wieder zu verdanken, dass die Bühnendarbietung zu einem rundum stimmigen Genuss wird.

Requisiten zeugen von der Liebe zum Detail

Ausgediente Bordservicewägeli dienen als Apéro-Tische, typische Wegweiser mit «Arrival» und «Departure», Bänderabsperrungen und ein Scanrahmen am Security-Check zeugen von der Liebe zum Detail. Selbstverständlich piepst es regelmässig am Security-Check, eine ernste, gewissenhafte Polizistin scannt daraufhin die Person. Im Schaukasten der Unterrichtsräume sind Duty-free-Artikel ausgestellt, eine Putzequipe wuselt umher. Das eigentliche Geschehen auf der Bühne ist sehr vielschichtig: eine Teenie-Band, inklusive hysterischem Fan, eine ätherische Amerikanerin, eine Sportlerinnenteam inklusive Cheerleaderinnen, sinnsuchende Hippies – die übrigens das Fliegen an sich im Kontext des Klimastreiks humorig in Frage stellen – und überall dazwischen Stewardessen und Bodenpersonal, die versuchen, alles in geregelten Bahnen zu halten, dabei aber selbst Rangeleien untereinander auszutragen haben, etwa wenn es um die Einhaltung der Pausenzeiten geht.

Das Liveerlebnis der Songs ist – auch dank einer guten Abmischung – wieder grossartig. Balladen wie «Mad World» und Rocknummern wie «Eye Of The Tiger» werden mit grosser Präsenz und Spielfreude gespielt, gesungen und getanzt. Die Choreografien begeistern durch professionelle Originalität, die Soli durch Authentizität und gesundem Selbstbewusstsein. Das Premiere-Publikum zeigt sich vom Stück begeistert.

Es ist Zeit, lauter zu werden

Armin Eugster, Präsident des Stiftungsrates der Mädchenschule St. Katharina, zitiert in seiner Begrüssung an der Premiere vom Mittwochabend Schulleiterin Corinne Alder: «Die Kathi-Musicals sind eine Tradition geworden». Diese Tradition aufrechtzuerhalten, versprach die Schulleiterin: «Wir vom Stiftungsrat werden darum kämpfen und in den nächsten Monaten lauter werden, wenn es um den Status des Kathi geht». Diese Aussage quittiert das Publikum mit einem spontanen Applaus.

Des weiteren greift Armin Eugster das Motto des Musicals auf: In einem Transitbereich sei man gezwungen, inne zu halten, bevor es auf der Reise weitergehe. Und kurz vor dem Start, vor dem Abheben, seien auch die Mädchen der diesjährigen Abschlussklasse, die nun bald in ein neues Leben an Kantonsschule oder Berufslehre starten werden.

Hinweis
Die weiteren Aufführungsdaten unter: www.kathi.ch.

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