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Gestrandet im Nebel

Auf den Schafsinseln
Simon Dudle
Nebel machte das Landen auf dem Flughafen der Färöer gestern Vormittag unmöglich. (Bild: Deborah Rutz)

Nebel machte das Landen auf dem Flughafen der Färöer gestern Vormittag unmöglich. (Bild: Deborah Rutz)

Selten ist man sich nach einem Fussballspiel so einig wie nach dem 2:0-Erfolg der Schweizer auf den Färöer-Inseln: Die Eidgenossen waren schlicht besser und siegten verdient. Das anerkannten auch die färöischen Medien und es war von einem «guten Resultat» für ihr Team die Rede. Es verwunderte auch nicht, dass sich die beiden Trainer gegenseitig Lob zuschanzten. Hier der Schweizer Übungsleiter Vladimir Petkovic, der an der Pressekonferenz nach dem Spiel von einem «kompakt und geschlossen» auftretendem Gegner sprach. Dort sein Gegenüber Lars Olsen, für den die Schweiz «viel, viel besser» gewesen war.

Alles in allem verlief der Färöer-Trip in allen Belangen problemlos – zumindest für die gut 50-köpfige Nati-Crew. Diese trat wie geplant am Samstagmittag den Rückflug in die Schweiz an, wo sich die Spieler in die wohlverdienten Ferien verabschiedeten. Keineswegs planmässig verlief dieser Heimflug hingegen für zahlreiche Anhänger der Schweizer Nati, die noch einen Tag länger auf den Schafsinseln blieben. Denn gestern Mittag war am Flughafen Vágar, dem einzigen der Färöer, tote Hose. Der von Kopenhagen her kommende Flug, der die Fans hätte mitnehmen sollen, konnte nicht landen. Der Nebel war zu dick. Nachdem das Flugzeug eine Dreiviertelstunde über den Schafsinseln gekreist war, musste es zurück nach Kopenhagen. Für die gestrandeten Anhänger wurde bald klar: Eine solche Situation ist auf den Färöern keine Ausnahme. Immer wieder kommt es vor, dass Flugzeuge wegen des Wetters nicht landen können und umkehren müssen. Für die Schweizer ging es zu Fuss ins kleine Flughafenhotel, wo das Mittagessen bereits zubereitet war. Weitere Informationen zum Rückflug am Abend oder am heutigen Montag folgten bald. Es war genau jenes Wetter, welches sich der färöische Nationaltrainer Olsen für das Spiel gewünscht hätte: «Ein Sturm würde uns helfen», hatte er bereits am Tag vor der Partie gesagt. Der Wetterumschwung kam aus seiner Sicht einen Tag zu spät. Für die gestrandeten Schweizer Fans einen Tag zu früh.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Hinweis

«Wiler Zeitung»-Redaktor Simon Dudle war eine Woche auf den Färöer-Inseln und berichtete aus Anlass des WM-Qualifikationsspiels Färöer–Schweiz vom vergangenen Freitagabend täglich über Land, Leute und Fussball. Der vorliegende Teil bildet den Abschluss.

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