Geschütztes Haus sorgt in Wil für Unmut

In Leserbriefen wurde das Vorgehen der Stadt Wil bezüglich der Unterschutzstellung der Liegenschaft Hubstrasse 52 bemängelt.

Katja Brütsch
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Diese Liegenschaft ist Zentrum allen Unmutes.

Diese Liegenschaft ist Zentrum allen Unmutes.

Bild: kab

 Zu diesem Fall möchte die Stadt keine inhaltliche Stellungnahme machen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Philipp Gemperle, Leiter Kommunikation, betont jedoch, dass das Gebäude für die Beurteilung ausschlaggebend sei, und nicht die Vergangenheit des Architekten, dem Nazi-Sympathien nachgesagt werden.

Gemäss kantonalem Planungs- und Baugesetz gelten insbesondere Baudenkmäler als Schutzobjekte. Darunter fallen unter anderem «herausragende bauliche Objekte und Ensembles von besonderem kulturellem Zeugniswert». Mitte Mai 2019 legte der Stadtrat das Vorgehen und den Ablauf des Verfahrens fest. Als Grundlage für alle Entscheide stehen neutrale Gutachten zur Verfügung. Bei einer Unterschutzstellung werden verschiedene Interessen abgewogen. Besonders gewichtet werden dabei die Öffentlichen.

Philipp Gemperle ergänzt: «Eine eigentümerverbindliche Unterschutzstellung bedeutet kein absolutes Veränderungsverbot.» Sofern das Schutzziel gewahrt wird, können Anpassungen zeitgemässen Bedürfnissen gemacht werden. (kab)