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Geschichtsunterricht anstatt Konditionstraining: Spieler des FC Wil lernen die Stadt kennen

Für einmal stand für die Profis des FC Wil kein Ausdauertraining auf dem Programm. Stattdessen erhielten sie gestern eine Lektion in städtischer Geschichte.
Gianni Amstutz
Die Spieler der 1. Mannschaft auf ihrem Rundgang durch die Altstadt. (Bild: Gianni Amstutz)

Die Spieler der 1. Mannschaft auf ihrem Rundgang durch die Altstadt. (Bild: Gianni Amstutz)

Das Fussballgeschäft ist heutzutage schnelllebiger denn je. Nach einem Transferfenster bekommt jeder Verein ein neues Gesicht. Ambitionierte Talente verlassen den Verein, um es eine Stufe höher zu probieren oder versuchen ihr Glück sogar im Ausland. Internationale Transfers sind auch auf zweit- oder dritthöchster Stufe längst keine Seltenheit mehr. Bei einem Klub wie dem FC Wil, der grösstenteils auf Nachwuchshoffnungen setzt, ist die Rolle als Zwischenstufe für höhere Ziele besonders stark ausgeprägt. Nicht verwunderlich also, dass manch einer der Spieler des Kaders nicht viel mehr von der Stadt gesehen hat, als das Bergholz.

Wichtig zu wissen, für wen man spielt

Der Staff mit Trainer Konrad Fünfstück wollten das nun ändern. «Das Stadion, die Garderobe, das Trikot und das Logo kennt ihr ja mittlerweile», sagte der Coach. Wichtig sei aber auch zu wissen, wer hinter dem Verein steht und das seien in erster Linie die Bevölkerung. «Ihr müsst stolz sein darauf, für wen ihr spielt.» Ohne Kenntnisse über die Geschichte der Stadt Wil und den Kontakt zu ihren Einwohnern sei dies jedoch nicht möglich. So gab es denn am gestrigen Tag für die 1. Mannschaft Unterricht von Stadtarchivar Werner Warth persönlich. Dieser versuchte, den Sportlern in einem kurzen Referat die Eigenheiten der Äbtestadt näherzubringen. Er berichtete von geschichtlichen Eckpunkten, die von der Gründung der Stadt über den Bau der oberen Bahnhofstrasse bis hin und dem Anschluss an die Autobahn reichten.

Warth liess es sich als ehemaliger Juniorenspieler des FC Wil nicht nehmen, auch von der Geschichte des Fussballklubs zu berichten. Der FC Wil sei – auch wenn auf den Trikots das Jahr 1900 steht – eigentlich erst 1907 gegründet worden und vorher unter dem Namen FC Stella angetreten. Nicht unerwähnt liess der Stadtarchivar die Eröffnung des Bergholz 1962. Warth entpuppte sich bei seinen Erzählungen als waschechter Fan, der den legendären 11:3-Sieg gegen den Kantonsrivalen aus St. Gallen noch bestens in Erinnerung hat und beim Cup-Sieg 2004 im Stadion mit dabei war. Mit Bildern von der Feierlichkeiten nach dem Triumph motivierte er die Mannschaft: «Vielleicht könnt ihr ja bald wieder einmal ein paar Grossen ein Bein stellen.»

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