Geschenke an bedürftige Kinder

MÜNCHWILEN. Jedes Jahr sammelt die katholische Kirche St. Anton in Münchwilen Geschenke für die Aktion Weihnachtspäckli. Nun stellen auch die Mesmer der Kirchen Sirnach und Eschlikon Tische auf. Dreihundert Päckli gehen so nach Osteuropa.

Tanja von Arx
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Eine moldawische Schülerin freut sich über ihr Weihnachtspäckli. (Bild: pd)

Eine moldawische Schülerin freut sich über ihr Weihnachtspäckli. (Bild: pd)

Schoggitaler mit Schneemännern, ein Pack voller Farbstifte und ein Zahnbürsteli mit Tube. Das liegt in den Päckli, die bald an bedürftige Kinder in Osteuropa gehen – im Rahmen der Schweizer Aktion Weihnachtspäckli, die jährlich im November stattfindet. Neu ist, dass im Hinterthurgau nicht nur die katholische Kirche St. Anton in Münchwilen sammelt, sondern auch die Pfarreien St. Remigius in Sirnach, Bruder Klaus in Eschlikon und die Evangelische Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon.

Mesmer stellen Tische auf

«Dass die Mesmer in Eschlikon und Sirnach auch einen Tisch aufgestellt haben, zeugt vom Erfolg der Sammlung», freut sich Organisatorin Elisabeth Grob. «Die Päckli kommen allesamt nach Münchwilen.» Dort in der Kirche St. Anton hätten die Leute seit Anfang Monat bereits 100 Stück vorbeigebracht. «Die meisten warten bis am letzten Tag und kommen kurz vor Schluss.» Zusammen mit Sirnach und Eschlikon finden sich so rund 300 Pakete ein.

Wer gibt die Päckli ab? Grob kennt nur ein Wort: «Alle.» Es seien nicht nur Einzelpersonen und Familien, sondern auch Organisationen wie Kirchen, Schulen und Vereine. Denn «Ziel ist, mit den Paketen Hilfe zu leisten und den Menschen eine Freude an Weihnachten zu machen.» Die Aktion Weihnachtspäckli bereite den Schenkenden gleich viel Freude wie jenen, welche die Geschenke erhielten.

Standards für gross und klein

«Es gibt ein Standardpäckli für Kinder und Erwachsene», sagt die Organisatorin Grob. «Das garantiert, dass die Empfänger gleich behandelt werden und die Produkte ihren Bedürfnissen entsprechen.» Die Schenkenden könnten in den drei katholischen Kirchen von Münchwilen, Sirnach und Eschlikon oder im Internet eine Inhaltsliste einsehen (siehe Box).

«Wir etikettieren die Pakete vor Ort», sagt Grob. «Das garantiert einen reibungslosen Transport über den Zoll.» Die Päckli gingen nach Frauenfeld, wo Sattelschlepper sie holten und in die Ukraine, nach Moldawien, Albanien, Bulgarien, weiter nach Rumänien, Serbien und auch Weissrussland schafften. «Dort verteilen sie lokale Sammelstellen an Heime, Schulen, bedürftige Familien und verarmte Rentner sowie Menschen mit Krankheit und Behinderung», sagt Grob.

90 000 Päckli aus der Schweiz

Letztes Jahr packten die Schweizer 89 500 Geschenke, dieses Jahr erwarten die Organisatoren 90 000. «Wir rechnen in derselben Grössenordnung», sagt Elisabeth Grob. Neben der katholischen Kirche St. Anton mit Sirnach und Eschlikon beteiligten sich 419 weitere Sammelorte an der Aktion. «Hunderte Organisationen und Tausende Einzelpersonen machen auf diesem Weg mit», sagt Grob, «und zeigen ihre Solidarität und Anteilnahme an der Not anderer.»

Die Abgabefrist für die Päckli ist vorgestern Sonntag abgelaufen. Wer aber noch ein Päckli abgeben will, kann sich bis morgen Mittwoch beim katholischen Pfarreisekretariat Münchwilen (071 966 28 08) melden.