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Gerhard Pfister sieht die Schweiz als hoffnungsvolles Modell für Europa

CVP Schweiz-Präsident, Nationalrat Gerhard Pfister, hob in seiner Bundesfeier-Ansprache in Zuzwil die eidgenössischen Werte hervor, die das Land einzigartig machen. Und er rief dazu auf, für diese einzustehen und weniger nachzugeben.
Hans Suter
Nationalrat Gerhard Pfister (zweiter von rechts) und Roland Hardegger, Gemeindepräsident (rechts), im Bundesfeierzelt. (Bild: Carola Nadler)

Nationalrat Gerhard Pfister (zweiter von rechts) und Roland Hardegger, Gemeindepräsident (rechts), im Bundesfeierzelt. (Bild: Carola Nadler)

Ein Sommertag, wie er schöner nicht sein könnte, wenn man einmal von der bedrückenden Trockenheit absehen mag. Im Festzelt beim Schützenhaus hatten sich Zuzwilerinnen und Zuzwiler versammelt, um gemeinsam den 1. August zu feiern. Mit der Festlegung des Nationalfeiertages auf einen Sommertag hätten die Schweizer einmal mehr ihre praktische, sparsame und kluge Natur unter Beweis gestellt, wie Nationalrat Gerhard Pfister, Präsident der CVP, in seiner Ansprache scherzhaft betonte: Man könne die Bundesfeier im Freien feiern, was praktisch sei. Sparsam sei es, da in dieser Zeit viele in den Ferien weilten, die Wirtschaft also weniger darunter leide, wenn man einen Feiertag einschiebe. Ausserdem könnten die Politiker durchs Land touren, sich im Tenue legère unters Volk mischen und sich nach der Ansprache der Olma-Bratwurst und dem kühlen Nass zuwenden. Das sei klug.

Erfolgsrezept «direkte Demokratie»

Die Folgen des Rütlischwurs und später der Morgarten-Schlacht seien Eigenständigkeit, Freiheit, Sicherheit und Solidarität. Werte, die die Schweiz zu einem Sonderfall machen, denn es gebe kaum ein anderes Land, welches so gut dastehe. Konflikte, abnehmende Gesprächsbereitschaft, Migrations- und Währungskrise, Terrorismus: «Wir müssen sehen, dass es die Schweiz bis jetzt immer noch geschafft hat, sich besser zu halten als andere Länder.» Das Erfolgsrezept: die direkte Demokratie. Das englische Wirtschaftsmagazin Economist habe der Schweiz bescheinigt, sie könne ein hoffnungsvolles Modell für Europa sein. «Die Eurozone wäre besser dran, wenn sie etwas helvetischer wäre», so das Magazin.

Stolz und Dankbarkeit

«Unser Wohlstand ist nicht selbstverständlich», rief Pfister ins Gedächtnis. Mangel und Armut seien Erfahrungen, die nicht so lange her seien. Deshalb gehöre zur Schweiz immer auch der Solidaritätsgedanke. Aber auch mit der langen Friedenszeit stehe die Schweiz gesondert da: Den letzten Kriegstoten verzeichne das Land 1848. «Die Schweiz, in der wir heute leben dürfen, ist eine der besten, freiheitlichsten, sichersten und friedlichsten Gesellschaften, in der Menschen jemals leben durften.» Darauf dürfe man stolz sein und dafür solle man dankbar sein.
Freiheit brauche jedoch Sicherheit, um gelebt werden zu können. «Wer bei uns Schutz sucht, erhält ihn selbstverständlich», führte Pfister aus. Wer aber die Schweizer Werte nicht anerkenne, der solle sich ein schützendes Land suchen, das besser zu seinen Werten passt. Zuletzt rief Pfister dazu auf, die Schweiz gegen diejenigen zu verteidigen, die meinten, das Land müsse immer und überall nachgeben. «Wer nachgibt, verliert. Wir sollten zu unserem Land und unseren Werten stehen.»
Umrahmt wurde die Zuzwiler Bundesfeier mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Walter Strassmann sowie musikalischen Beiträgen der Ferienmusik Lenggenwil, dem Jodlerclub Säntisgruess Gossau und dem Kinderchor Baze-Spatzä.

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