Geren geht in die nächste Runde

Die Gebr. Eisenring AG plant im Gebiet Geren in Lenggenwil ein neues Betriebsgebäude. Der entsprechende Überbauungsplan sowie der dazugehörige Teilstrassenplan wurden am Montagabend der Bevölkerung präsentiert.

Ursula Ammann
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Der Neubau ist parallel zum Brübach geplant. Vorgesehen sind auch Nebenbauten, darunter ein Silo. (Bild: Visualisierung: pd)

Der Neubau ist parallel zum Brübach geplant. Vorgesehen sind auch Nebenbauten, darunter ein Silo. (Bild: Visualisierung: pd)

ZUCKENRIET. «Für uns soll der Neubau zur Visitenkarte werden», betonte Peter Marty, Geschäftsführer der Gebr. Eisenring AG, als er am Montagabend das geplante neue Betriebsgebäude im Gebiet Geren vorstellte (siehe Infokasten). Anlass dazu bot die öffentliche Informationsveranstaltung über den Überbauungsplan Geren und den Teilzonenplan Buchenstrasse, auf denen das Bauvorhaben basiert. Ab dem 12. November liegen die beiden Pläne auf.

Zur Infoveranstaltung im Oberstufenzentrum Sproochbrugg fanden sich einige Dutzend Interessierte ein.

IG verbleibt mit offenen Fragen

Seit bekannt ist, dass der Gossauer Holzveredlungsbetrieb in Lenggenwil bauen will, gibt es Widerstand. Ein Widerstand, der sich jüngst in der Gründung der IG Lebensqualität NLZ manifestierte. Deren Mitglieder waren auch an der Informationsveranstaltung von Montagabend vertreten und machten vom Mikrophon des öfteren Gebrauch. Sie kritisierten unter anderem, dass Baulandreserven ohne Weitsicht verbraucht würden und es in bezug auf Emissionen und die Verkehrssicherheit noch viele offene Fragen gebe. Ein solcher Betrieb gehöre an die Peripherie, sagte ein Mitglied. Ein weiteres warnte vor negativen Auswirkungen des Baus auf das Ortsbild. Die Aussage von Peter Marty, wonach sich der Bau dank der topographischen Senkung gut in die Umgebung einfüge, liess die Gegnerschaft nicht gelten.

Gutachten zum Mehrverkehr

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte die IG bemängelt, dem Bauwilligen seien bei der Erarbeitung des Überbauungsplans nur wenige Vorschriften gemacht worden. Welche Anforderungen die Gemeinde an die Gebrüder Eisenring AG gestellt hatte, erläuterte Gemeindepräsident Simon Thalmann am Informationsanlass. Er erwähnte unter anderem die Vorgabe zu einer hochwertigeren Fassadengestaltung beim Hauptgebäude und dem Silo sowie Einschränkungen bei der Vordächergestaltung. Der Überbauungsplan enthalte zudem Erschliessungsanforderungen sowie Umwelt- und Betriebsaspekte. So wurde von der Gebr. Eisenring AG eine Umwelterklärung eingefordert. Thalmann wies des weiteren darauf hin, dass das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) den Überbauungsplan positiv vorgeprüft habe und die Gemeinde diesen zusätzlich und freiwillig nochmals von einem Raumplaner habe überprüfen lassen, welcher zu einem ähnlichen Schluss gekommen sei. Er erwähnte zudem das Gutachten «Beurteilung Mehrverkehr Gebr. Eisenring AG», das die Gemeinde beim Raumplanungsbüro Strittmatter Partner AG in Auftrag gegeben hat. Armin Meier, Geschäftsführer bei Strittmatter Partner AG, erläuterte die Ergebnisse. Auf der Buchenstrasse sei mit einer Verdoppelung des Verkehrs zu rechnen, auf der Dorfstrasse mit einer sehr marginalen Zunahme. Tatsache sei, dass der Mehrverkehr auf beiden Strassen die Planungswerte deutlich unterschreite. Vom Lärm her sei der Mehrverkehr kein Thema.

«Hausaufgaben gemacht»

Bruno Thürlemann vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen rief den Anwesenden in Erinnerung, dass es sich beim Gebiet Geren um rechtmässig eingezontes Bauland handle. Die Gemeinde habe die Verpflichtung, eine Überbauung und Nutzung zu unterstützen.

«Die Behörden haben ihre Hausaufgaben gemacht», sagte er. Zum einen habe die Gemeinde die Verkehrsthematik genau angeschaut, zum anderen habe sie mit dem Überbauungsplan versucht, dem Ortsbildschutz Rechnung zu tragen. Aus Sicht des Kantons könne man dieses Konzept mit gutem Gewissen unterstützen.

Peter Marty Geschäftsführer Gebr. Eisenring AG (Bild: uam)

Peter Marty Geschäftsführer Gebr. Eisenring AG (Bild: uam)