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GENUSSREISE: Reise mit Musik und Geschichten

Am Samstagabend schnell nach Paris in die Stadt der Liebe? Oder lieber ein Kurztrip nach Ungarn oder gleich an die Wärme nach Afrika? Alles möglich, aber nur mit dem Musikverein Degersheim.
Christoph Heer
Auf Weltreise mit dem Musikverein Degersheim: Unter der Leitung von Robert Buza wurde am Samstagabend konzertiert. (Bild: Christoph Heer)

Auf Weltreise mit dem Musikverein Degersheim: Unter der Leitung von Robert Buza wurde am Samstagabend konzertiert. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch

Los Rudimentos powerten sich regelrecht in die Herzen der 250 Zuhörer in der Mehrzweckanlage Steinegg. Was als Auftakt zum Konzertabend des Musikvereins Degersheim galt, fand den Weg direkt in die Gehörgänge der Besucher. Mit rassigen Rhythmen trommelte sich die Rhythmusgruppe der Musikschule Degersheim durch ihr Programm. Ruhig sitzen bleiben war demnach kaum möglich, und die stolzen Mütter der Nachwuchsmusiker platzten in der ersten Reihe fast vor Stolz.

Zwei Protagonisten schienen dabei an Coolness kaum überbietbar zu sein. «Nein, wir waren eigentlich gar nicht nervös vor unserem Auftritt. Stolz sind wir aber, nachdem uns unser Auftritt so gut gelungen ist. Und richtig Spass haben wir auch gehabt, so soll das sein», sagten die beiden Schlagzeugspieler Dominic Ullmann (12) und Elias Filliger (17), beide aus Degersheim. Natürlich liessen es sich die beiden nicht nehmen, nach ihrem Auftritt die Klänge der «grossen» Musik zu geniessen. Mit Hamburger und Cola in der Hand genossen sie das darauffolgende Konzert des einheimischen Musikvereins.

Destinationen weltweit

Augen zu und durch – aber das Geniessen nicht vergessen, hiess es bei der Interpretation von Giacomo Puccinis «Nessun dorma in Pechino». Gefühlvoll vorgetragen und aufmerksam zugehört, schon entschwindet der Zuhörer in die Sphären absoluter Traumdestinationen. Wo das in diesem Moment war, entschied jeder für sich selber. Zurückgeholt wurde man mit weiterem Liedgut wie der «Kleinen ungarischen Rhapsody», dem «Land der Berge», der «Südböhmischen Polka», oder dem «Out of Africa». Mit «Schweizer Soldaten» kehrte man zum Schluss aber dahin zurück, wo es doch am schönsten ist: in die Schweiz. Hans Forrer hatte den Plausch am Gehörten. «Ein toller, musikalisch angehauchter Abend, inmitten vieler Freunde und Bekannten. So geniesst man das.» Da sprach jemand, der es wissen muss, denn Hans Forrer ist Ehrenmitglied des Musikvereins, nachdem er 32 Jahre lang mitmusizierte.

Und dann war da noch die Märchenerzählerin

Während bekannt ist, dass der Musikverein unter der Leitung von Dirigent Robert Buza steht, war die Conferencière schon eher unbekannt. Aber in Françoise Podolski-Sottini aus Neukirch-Egnach gelang es dem organisierenden Verein, eine Märchenerzählerin zu engagieren, die weiss, wie das gemacht werden muss. Denn obwohl sich die Kurzgeschichten dann und wann etwas in die Länge zogen, wurde aufmerksam zugehört. Da Podolski-Sottini ohne Wackler und mit bestechender Wortgewandtheit ihre Märchen vortrug, war es nicht schwierig, ihr zu folgen. So fand ein Abend sein Ende – für die einen natürlich erst spätabends an der Bar –, der auch die Vereinspräsidentin zufrie-denstellte. Und trotzdem gelangt diese mit einem herzhaften Aufruf an die Öffentlichkeit: «Etwas mehr Nachwuchs könnten wir gut gebrauchen. Musizieren macht Spass und gibt gute Laune – und solche Abende wie dieser sind doch was Schönes», machte Marina Kurmann Werbung in eigener Sache.

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