Genuss für Haut und Nase

Der Frauenverein Niederuzwil-Uzwil lud kürzlich zum gemeinsamen Seifenherstellen. Die Referentin Lisa Peyer erklärte den Teilnehmerinnen, wie mit natürlichen Kräutern und Fetten selber solche Saubermacher hergestellt werden können.

Carmen Ferri
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Mit Zutaten, die in fast jedem Haushalt zu finden sind, stellten die Teilnehmerinnen acht unterschiedliche Seifensorten her. (Bild: cf.)

Mit Zutaten, die in fast jedem Haushalt zu finden sind, stellten die Teilnehmerinnen acht unterschiedliche Seifensorten her. (Bild: cf.)

niederuzwil. Ganz angenehm roch es vergangene Woche im katholischen Pfarreizentrum. Ein leichter Duft von Frische und Frühling wehte durch den Korridor und dies nicht ohne Grund: Rund neun Frauen trafen sich an diesem Nachmittag, um ihre eigenen Naturseifen herzustellen. Die Referentin Lisa Peyer, welche auf Kräuterkunde spezialisiert ist, vermittelte den Teilnehmerinnen einen ersten Eindruck, was natürliche von künstlicher Seife unterscheidet.

Da wurden einerseits die Unterschiede in den Herstellungsverfahren genannt – industrielle Seife wird stets im Heissverfahren produziert – und die Verschiedenheiten bezüglich Qualität der Inhaltsstoffe. Auch zur Geschichte der Seifenherstellung nannte Peyer einige interessante Fakten, zum Beispiel dass die ältesten Hinweise für die Anwendung einer Art Seife aus dem Jahr 2500 vor Christus stammen.

Was den Seifen aber bis heute gleich geblieben ist, dass diese nach Gebrauch immer gut abgetrocknet werden müssen, damit ihre Ergiebigkeit erhöht wird.

Achtung: explosiv!

Anschliessend erklärte die Kräuterexpertin, wie die Frauen zu Hause selber Naturseifen herstellen können und worauf sie dabei achten müssen.

Zudem wies sie darauf hin, dass die ganze Prozedur nicht ganz ungefährlich ist und erklärte: «Durch das Mischen der Fette und Laugen werden chemische Prozesse in Gang gesetzt, die bei falscher Handhabung Ätzungen hinterlassen können.» Die Frauen liessen sich dadurch aber nicht entmutigen, sind sie doch gewohnt, mit dem Kochherd umzugehen und auf mehrere Dinge gleichzeitig zu achten, ohne dabei an Konzentration einzubüssen.

Für die Seifen stellte Peyer viele unterschiedliche Zutaten zur Verfügung: Getrocknete Ringelblumen, Lavendel, Honig, Milch, Teeaufgüsse und einige mehr. Nun wurde den Anwesenden auch klar, woher der wohlriechende Duft stammte. In Grüppchen machte man sich an die Arbeit; wog die Zutaten ab, gab diese in einen Topf und rührte.

Die Menge musste auf der Digitalwaage exakt abgemessen werden, damit das Verhältnis von Fett und Lauge nicht verfälscht wurde, da das Gemisch ansonsten gefährlich werden konnte. Nachdem alle Zutaten vermengt waren, konnten die flüssigen Seifen in die Förmchen gegeben und nach Hause genommen werden.

Gesunde Mutter Natur

Peyer ist von der Wirksamkeit ihrer Naturseifen überzeugt: «Meine Seifen sind im Gegensatz zu den künstlichen länger haltbar, pH-neutral und trocknen die Haut nicht aus.

» Eine selbst gemachte Seife sei zudem auch für Personen geeignet, die normalerweise empfindlich darauf reagieren. Ein kleines Manko aber bleibt: «Unsere Seifen duften nicht so stark, dafür sind sie aber weitaus gesünder.»