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Trotz Neubau: Genügend Platz für "Alti Gerbi"

Der Neubau der Clientis Bank Uzwil ist bezogen, das geplante Mehrfamilienhaus an der Tafelackerstrasse bewilligt. Die Bautätigkeit um die «Alti Gerbi» weckt neuerlich Besorgnis über deren Fortbestand.
Andrea Häusler
Die Visiere zeigen es: An der Tafelackerstrasse entsteht ein Neubau. Die Existenz der «Alti Gerbi» bedroht dieser aber nicht. (Bild: Andrea Häusler)

Die Visiere zeigen es: An der Tafelackerstrasse entsteht ein Neubau. Die Existenz der «Alti Gerbi» bedroht dieser aber nicht. (Bild: Andrea Häusler)

«Anlässlich der Einweihung des Bankneubaus der Clientis Oberuzwil liess Gemeindepräsident Cornel Egger aufhorchen. Beiläufig zwar, aber in der Stossrichtung unüberhörbar. Langfristig soll die Alti Gerbi einem Mehrfamilienhaus weichen.» Der Verfasser der Mail an unsere Redaktion ist fassungslos. Damit, schreibt er weiter, vergraule er (Egger) die Jugend, indem er ihnen den Treffpunkt wegnehme. Die Verantwortlichen der kulturbeflissenen Donnerstagsgesellschaft müssten auf Saal-, die Ludothek und der Mittagstisch auf Raumsuche gehen.

Gemeindepräsident Cornel Egger wehrt sich auf Nachfrage, will sich so nicht ausgedrückt haben. Fakt sei, dass der Überbauungsplan einen Abbruch der Alten Gerbi grundsätzlich zulasse. Tatsache sei jedoch auch der vom Gemeinderat gefällte Entscheid, die gemeindeeigene Liegenschaft für zehn Jahre als mehrfach nutzbares Kulturlokal zur Verfügung zu stellen. Der Beschluss geht auf das Jahr 2016 zurück. Egger sagt jedoch: «Die zehn Jahre können auch ab dem heutigen Datum gerechnet werden.»

Dachfenster ersetzt, Heizung erneuert

Um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen, fügt Cornel Egger an, dass die Gemeinde kürzlich einiges in die Liegenschaft investiert habe: «Die Dachfenster und die Heizung wurden ersetzt, die nötigen Anpassungen beim Abwasser vorgenommen, diverse Malerarbeiten ausgeführt sowie Bodenbeläge erneuert.» Die Aufwendungen dafür hätten mehrere zehntausend Franken betragen. «In ein Abbruchobjekt würden wir sicher kein Geld mehr investieren», macht er klar.

Entspannt sieht die Situation auch der Präsident der Kulturstiftung «Alti Gerbi», Fredy Willi. Obwohl Zusagen hinsichtlich eines Einbezugs der Umgebung des «Gerbi»-Gebäudes für Anlässe im Freien nach wie vor nicht vorlägen und die Auswirkungen eines allfälligen Verkaufs des gemeindeeigenen Landes nicht thematisiert worden seien. Beide Anliegen hatte der Stiftungsrat im November 2017 vorgebracht. Damals, als dem Gemeinderat 355 Fragebogen überreicht worden waren, die von Oberuzwilern in Bezug auf die Alti Gerbi ausgefüllt worden waren und den breit abgestützen Wunsch nach deren Erhalt belegen.

Innenhof als Chance sehen

Dass es mit dem Bau des visierten Mehrfamilienhauses enger wird zwischen Tafelackerstrasse und Uze ist für Willi weder ein Novum noch ein Problem: «Darüber, dass hier ein eigentlicher Innenhof entstehen wird, haben wir von Anfang an Bescheid gewusst», sagt er. Darin sieht er auch eine Chance. «Es geht jetzt darum, sich in den Hintern zu kneifen, und diese zu nutzen». Die 1200-Jahr-Feier der Gemeinde im nächsten Jahr will er zum Anlass für einen grösseren Konzertanlass nehmen. Eingeladen ist Philipp Fankhauser. Dieser wird vorgängig, am 22. Februar, in der «Eintracht» in Kirchberg auftreten. Just in jenem Kulturlokal, das Fredy Willi als sein Vorbild bezeichnet. Sein Ziel ist es denn auch, der Alten Gerbi als Eventlokal eine noch tragendere Bedeutung zu geben. Sprich: Mit ausgewählten Veranstaltungen ein möglichst breites Publikum ansprechen. Und damit aufzeigen, wie privilegiert Oberuzwil mit diesem Lokal ist.

Dass die neuen Wohnbauten zu Problemen mit Emissionen führen könnten, glaubt Fredy Willi nicht: «Heute schon stehen, jenseits der Uze, Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe. Probleme mit den Anstössern gab es eigentlich nie.»

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