Genossenschaft verjüngt sich

Roman Früh trat am vergangenen Montagabend nach 24 Jahren als Präsident der Genossenschaft für Alterswohnungen Feld zurück. Als Nachfolger wurde Johannes Rutz einstimmig gewählt.

Bettina Bellmont
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An einem Tisch: Christian Baur, Niklaus Hungerbühler, Trudi Loher, Berti Knellwolf und die verabschiedeten Erna Niedermann und Roman Früh sowie der neue Präsident Johannes Rutz. (v. l.). (Bild: bb)

An einem Tisch: Christian Baur, Niklaus Hungerbühler, Trudi Loher, Berti Knellwolf und die verabschiedeten Erna Niedermann und Roman Früh sowie der neue Präsident Johannes Rutz. (v. l.). (Bild: bb)

FLAWIL. Am vergangenen Montagabend trafen sich Genossenschafterinnen und Genossenschafter im Restaurant Park zur 40. ordentlichen Generalversammlung der Genossenschaft für Alterswohnungen Feld Flawil. Haupttraktandum war hierbei die Wahl des neuen Präsidenten. Einstimmig wurde Johannes Rutz in dieses Amt gewählt. Rutz arbeitete vor seiner Pensionierung elf Jahre für das Amt für Arbeit in St. Gallen, war drei Jahre lang im RAV Oberuzwil tätig und sechs Jahre als Chefredaktor der Wiler Zeitung, damals noch «Der Volksfreund», unterwegs. Noch vor der Wahl bedankte er sich für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte, wie «wichtig und wertvoll» die Leistungen der Genossenschaft für die Gemeinde Flawil seien.

Präsident verabschiedet

Gemeinderat Elmar Metzger verabschiedete den scheidenden Präsidenten Roman Früh und lobte dabei dessen Tatendrang. 33 Jahre lang habe sich Früh für die Genossenschaft engagiert, davon 24 Jahre lang als Präsident. «Die Genossenschaft hat sich seither gut entwickelt, und Roman Früh hatte einen grossen Anteil daran», ist Metzger überzeugt. «Viele gute Leute haben mitgeholfen», meinte Früh bescheiden. Verabschiedet wurde ebenso die langjährige Aktuarin Erna Niedermann, die seit 1984 im Verwaltungsrat wirkte. Als Nachfolgerin wurde die abwesende Irène Ferraro gewählt. Die fünf restlichen bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Werner Muchenberger, Trudi Loher, Berti Knellwolf, Christian Baur und Niklaus Hungerbühler wurden von den Genossenschaftern in ihrem Amt bestätigt.

Schuld kurzfristig erhöht

Die Jahresrechnung fiel positiv aus. Kassier Christian Baur konnte der versammelten Genossenschaft bei einem Gesamtertrag von über 220 000 Franken und Aufwänden von rund 207 000 Franken einen Betriebsüberschuss von über 16 000 Franken präsentieren. 3000 Franken stammen dabei aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres. Die Hypothekarschuld, so berichtete Roman Früh, musste kurzfristig um 10 000 auf 535 000 Franken erhöht werden, da ansonsten die Arbeiter der Fenstersanierung aufgrund zu geringer liquider Mittel der Genossenschaft nicht hätten bezahlt werden können. Die Versammlung bewilligte die Verwendung des Überschusses: 10 000 Franken an die Reserven, knapp 1300 Franken als Zinszahlung auf das Anteilscheinkapital, sowie einen Vortrag von über 5000 Franken auf die neue Rechnung.

Energie einsparen

Die Genossenschaft engagiert sich seit Jahren für das ausreichende Angebot an Alterswohnungen in Flawil. Insgesamt 39 Wohnungen werden von ihr betreut.

Laut Jahresbericht waren Ende 2012 sämtliche Wohnungen vermietet. In insgesamt sieben Wohnungen waren neue Mieterinnen und Mieter eingezogen. Die Genossenschaft vermietet die Wohnungen für eine befristete Zeitspanne auch an jüngere Mieter, denn nicht immer lassen sich sämtliche Wohnungen an Pensionäre vermieten, erklärte Präsident Roman Früh in seinem Jahresbericht. Mit einer ersten Etappe der Fenstersanierung bei neun Wohnungen sei man einen Schritt weiter auf dem Weg zu weiteren Einsparungen an Wärmeenergie. Im laufenden Jahr sollen die Sanierungen bei 18 weiteren Wohnungen fortgesetzt werden.