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GENERATIONENFAHRT: Der Seifenkisten-Opa ist gut im Schuss

Seit mehreren Jahren startet der 67-jährige Karl Manz an Seifenkistenrennen der Region. So auch gestern in Braunau, wo er die 750 Meter lange Strecke gemeinsam mit seinem sechsjährigen Enkel bewältigte.
Keiner zu alt oder zu jung für die Seifenkiste: Grossvater Karl Manz und sein sechsjähriger Enkel Samuel fuhren gestern beim Grand Prix Braunau vorne mit. (Bild: Rudolf Steiner)

Keiner zu alt oder zu jung für die Seifenkiste: Grossvater Karl Manz und sein sechsjähriger Enkel Samuel fuhren gestern beim Grand Prix Braunau vorne mit. (Bild: Rudolf Steiner)

Seine Leidenschaft für Seifenkistenrennen hat der pensionierte Berufsmilitär Karl Manz erst nach seiner Pensionierung entdeckt. Gehen die meisten gleichaltrigen Mitmenschen ihr Rentnerleben eher beschaulich und ohne grosse Herausforderungen von der ruhigen Seite an, so lässt es der Spätberufene noch einmal so richtig krachen. Er kaufte sich eine Occasionsseifenkiste, einen Zweisitzer, und schrieb sich als Teilnehmer bei den Rennen in seiner Umgebung ein.

Gleichzeitig kam auch sein damals vierjähriger Enkel Samuel auf den Geschmack und wollte mit seinem Nenni, wie er seinen Opa nennt, an den Start. Eines seiner ersten Rennen war dabei der Grand Prix Braunau, also das Seifenkistenrennen auf der 750 Meter langen Strecke von der Oberheid zum Tobelacker ob Braunau. Mittlerweile hat er den schnellen Parcours mit den ­ 60 Metern Höhendifferenz im Griff. Die Teilnehmerzahl sinkt von Jahr zu Jahr. Während 2010 noch 84 Piloten an den Start gingen, waren es vergangenes Jahr noch 27. Bei der aktuellen Austragung waren gestern immerhin ­ 30 Piloten dabei. Opa Karl Manz gleich mehrfach: Einmal mit Enkel Samuel und das andere Mal mit dem sechsjährigen Jake, dem Enkel seines Freundes.

Trotz des leichten Regens und der nassen und rutschigen Piste meisterten Grossvater und Copilot den Parcours souverän. Auch im schwierigsten Abschnitt, der Emmentaler-Kurve in der Mitte der Strecke, bekundeten sie keinerlei Probleme. Ganz im Gegensatz zum Piloten einer Dampflokomotive, der sich gleich im ersten Lauf zu viel zutraute und beim Piece de Résistance prompt einen ungewollten Ausflug ins Kornfeld machte. Seine Seifenkiste war so stark beschädigt, dass er das Rennen aufgeben musste. Für Opa Karl Manz lief es gestern optimal. Er meisterte den Parcours jeweils fehlerfrei und ohne Strafzuschlag. In der Kategorie Gäste holte der Fahrer aus Warth bei Weiningen mit Enkel Samuel Gold und mit Jake Silber.

Für nächstes Jahr hat Karl Manz bereits grosse Pläne. Bis dann will er drei Seifenkisten für seine Enkelkinder Samuel und die zehnjährige Pearl und Jake bauen. Höchstwahrscheinlich wird er dann allein ins Cockpit steigen und sich mit der Jungmannschaft messen. Vorher wird er aber die Seifenkisten auf der abschüssigen Strasse im Rebberg seiner Tochter Stephanie und Schwiegersohn Fabian Glauser in Uesslingen auf Herz und Nieren testen.

Rudolf Steiner

redaktion@wilerzeitung.ch

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