Gemischte Gefühle vor der EM

HORNSCHLITTEN. Die Henauer Hornschlittler stehen vor einem Saisonhöhepunkt. In Oberperfuss in Tirol findet während zwei Tagen die Europameisterschaft statt. Eine Zwischenbilanz sowie ein Ausblick.

Merken
Drucken
Teilen

In den ersten drei Rennen des diesjährigen Europacups konnten die Henauer Hornschlittler nicht alle Erwartungen erfüllen. Langsam wird ein Trainingsrückstand gegenüber den jungen italienischen Teams sichtbar. Mit einem sechsten und zwei vierten Plätzen aus den ersten Cuprennen starten die Henauer deshalb am nächsten Wochenende mit gemischten Gefühlen zur Europameisterschaft im tirolischen Oberperfuss.

Steigerung liess hoffen

Die Marschroute vor dem ersten Saisonrennen stimmte noch. Mit guten Trainings in der Neujahrswoche erwarteten die Henauer einiges von den bevorstehenden Europacup-Einsätzen. Beim ersten Rennen, mit Marcel Rey für den verletzten Roger Meuri an der Bremse, erhofften sich die Henauer einen besseren Auftakt. Mit Rang 8 im ersten Rennlauf und einer schnelleren Fahrt im zweiten Durchgang, konnte sich das Team Halbeisen, Rey, Meuri noch auf dem sechsten Schlussrang klassieren. «Unser Material liess auf der schneebedeckten Bahn keine schnelleren Fahrten zu», sagte Pascal Meuri. Einzig die Steigerung im zweiten Lauf liess höhere Erwartungen für die kommenden Rennen zu.

Verbesserte Resultate

Beim zweiten Europacup-Lauf im italienischen Gsies zeigten die Henauer jedoch ihr Können. Mit zwei fast fehlerlosen Fahrten erreichten sie denn vierten Rang. «Uns fehlen einfach rund 30 Trainingsfahrten, damit wir mit den Italienern mithalten können», bilanziert Roger Meuri, der in diesem Rennen wieder dabei war. Andreas Halbeisen bedauert, dass in der Schweiz eine Bahn fehle, auf der das Material aufs äusserste getestet werden könne.

Schrecksekunde beim Start

In der Steiermark, in Kindberg, wollten die Henauer ihr gutes Resultat vom letzten Rennen bestätigen. Das Unterfangen gelang nur halbwegs. Nach einer langsamen Fahrt im ersten Lauf resultierte nur der siebte Rang im Zwischenklassement. Bei den knappen Rückständen im starken Teilnehmerfeld wollten die Henauer aber nochmals alles riskieren. Nach einer Schrecksekunde beim Start, wo das Team fast stürzte, riskierten die Henauer viel und wurden für ihre Risikofreudigkeit belohnt. Sie rückten auf den vierten Schlussrang vor. Die Henauer mussten aber in Österreich anerkennen, dass der diesjährige Europacup ganz im Zeichen der Südtiroler steht. Im der Gesamtwertung führen drei italienische Teams vor den Henauern. «Wir werden alles geben, um diesen Platz im Rennen im italienischen Villnöss zu verteidigen», zeigt sich Andi Halbeisen kämpferisch.

Europameisterschaft im Tirol

Zuerst steht jedoch die Europameisterschaft am nächsten Wochenende auf dem Wettkampfkalender. Die Henauer hoffen auf einen ähnlichen Exploit wie vor zwei Jahren, als sie überraschend Vize-Europameister wurden. Dieses Jahr wird es allerdings um ein Vielfaches schwieriger werden, da sich die Konkurrenz aus Italien und Österreich in Topform befindet. In Oberperfuss stehen am Samstag und Sonntag ein Trainingslauf sowie drei Wertungsläufe auf dem Programm. (tb.)