Gemischte Gefühle nach Playoff-Aus beim EC Wil

Trotz der 0:3-Viertelfinalniederlage gegen Bellinzona hält sich die Enttäuschung beim EC Wil in Grenzen. Der Kern des Teams für die nächste Saison steht bereits. Neu verlängert haben Florian Huber und Yannick Stiefel.

Tim Frei
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Wils Matteo Torino (links) versucht, einem Tessiner zu enteilen. (Bild: Tim Frei)

Wils Matteo Torino (links) versucht, einem Tessiner zu enteilen. (Bild: Tim Frei)

Fast eine Woche nach dem unerwartet schnellen Saisonende sind die Nachwehen beim EC Wil immer noch zu spüren. «Es war schon brutal, ohne einen Sieg im Playoff auszuscheiden», sagt Interimspräsident Roger Dietschweiler. Das ändere jedoch nichts daran, dass er stolz auf die Leistung der ersten Mannschaft in dieser Saison sei.

Auch gemischte Gefühle hat Trainer Andreas Ritsch. «Wir haben sicher mehr erwartet», sagt er. Da die Meisterschaft aber sehr ausgeglichen war, relativiert er: «Man muss auch akzeptieren, wenn andere Teams einen guten Job gemacht haben.»

Verstärkungsblock gab Bellizona Stabilität

0:3 – das ist eigentlich eine deutliche Angelegenheit. «Resultatmässig stimmt das», sagt Ritsch. Doch die Partien seien alle sehr eng gewesen. «Jedes Spiel hätte auf die andere Seite kippen können.» Eine wichtige Rolle spielte Bellinzonas Torhüter Michal Chmel, der die Wiler in der ersten Partie an den Rand der Verzweiflung gebracht hatte. Ritsch sagt:

«Wir waren im zweiten und dritten Drittel die bessere Mannschaft, scheiterten aber oft an Chmel.»

Die Tessiner konnten in der Viertelfinalserie auf einen Verstärkungsblock des NLB-Teams Ticino Rockets zählen. Das habe Bellinzona mehr Stabilität gegeben, so Ritsch.

Kader nimmt Form an: 16 Spieler unter Vertrag

Optimistisch stimmt die Verantwortlichen des EC Wil, dass die Mannschaft immer alles gegeben und auf Rückstände reagiert habe. «Das zeigt: Das Team ist absolut intakt», sagt Roger Dietschweiler. «Auf diesem Fundament lässt sich aufbauen.» Ritsch sagt:

«Diese Comeback-Fähigkeit ist nicht nur eine Frage des Willens, sondern auch eine der Qualität.»

Stiefel und Huber haben verlängert Die Zusammenstellung des Kaders für die nächste Saison ist bereits weit vorangeschritten. 16 Spielern stehen unter Vertrag. «Der Kern des Teams steht», sagt Ritsch. Nebst den bereits bekannt gewesenen Vertragsverlängerungen sind zwei weiter dazugekommen: Verteidiger Florian Huber und Stürmer Yannick Stiefel bleiben beim EC Wil.

Jetzt gilt es, den Kader zu komplettieren. Einfach wird das aber nicht, sagt doch Ritsch: «Der Markt gibt derzeit nicht allzu viel her. Kommt hinzu, dass momentan viel junge Spieler in die nächsthöhere Liga wollen.»