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"Gemeinsam das Quartier entwickeln": Der Quartiertreff Lindenhof öffnet am 25. August

Mit seinen über 4000 Einwohnern ist das Lindenhof-Quartier ein kleines Dorf innerhalb der Stadt. Sein Ruf ist allerdings nicht der beste. Mit dem neuen – und zugleich ersten – Quartiertreff soll sich dies aber bald ändern.
Claudio Weder
Am 25. August öffnet der erste Quartiertreff der Stadt Wil an der Rotschürstrasse 15. (Bild: Claudio Weder)

Am 25. August öffnet der erste Quartiertreff der Stadt Wil an der Rotschürstrasse 15. (Bild: Claudio Weder)

Im Lindenhof-Quartier lässt es sich gut leben. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Quartieranalyse aus dem Jahr 2016. Das Quartier verfügt über preiswerte Wohnungen, eine gut genutzte Schulanlage sowie grosszügige Grünflächen. Auch die Nähe zum Zentrum und die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr würden massgeblich zur Wohnqualität beitragen. Die Analyse zeigt jedoch auch: Es gibt gerade im Bereich der integrativen Begegnungsmöglichkeiten sowie der Freizeit- und Unterstützungsangebote noch Luft nach oben.

Das Quartierimage aufwerten

Das soll sich nun ändern. Der neue Quartiertreff an der Rotschürstrasse ist eine Massnahme des 2015 lancierten Projekts «projet futur», mit dem die Stadt Wil die nachhaltige Entwicklung des Lindenhof-Quartiers fördern will – in einer für Wil neuartigen Weise, wie sie schreibt. Mit diesem Projekt will die Stadt nicht nur die Wohnqualitäten erhalten und ausbauen sowie die Quartiermitte stärken, sondern auch die Mitsprache der Bewohnerinnen und Bewohner fördern und – allem voran – das Quartierimage aufwerten.

Denn bekanntlich hat das Lindenhof-Quartier nicht den besten Ruf. Oft werden die Hochhäuser wie auch die teils mangelhaft unterhaltene Bausubstanz der Wohnhäuser mit schlechten sozialen Verhältnissen in Verbindung gebracht, schreibt die Stadt. Auch die hohe geografische Diversität der Bewohner, insbesondere der hohe Anteil der zugewanderten Bevölkerung, ist laut Stadtpräsidentin Susanne Hartmann verantwortlich dafür, dass die Aussensicht des Lindenhofquartiers tendenziell negativ besetzt ist. Dem Stadtrat liegt die Situation des Lindenhof-Quartiers, welches das grösste der Stadt Wil ist, besonders am Herzen. Mit dem neuen Quartiertreff, der am 25. August eröffnet wird, sollen verschiedene der im «projet futur» gesteckten Ziele erreicht werden.

Ein Ort der Begegnung

Kernstück des neuen Quartiertreffs ist ein multifunktionaler Raum im Erdgeschoss, der für verschiedenste Aktivitäten genutzt werden kann. «Wir wollen mit dem Quartiertreff einerseits einen Ort des Austausches schaffen und damit die Lebendigkeit des Quartiers fördern», sagt Susanne Hartmann. Regelmässig sollen darin also Begegnungsangebote, wie etwa Kaffee-Treffs, aber auch Beratungen und Kurse für sämtliche Bevölkerungsgruppen stattfinden. Auch Integrationsangebote sind geplant. Die grosse Küche sowie die Nähe zum Gartenbereich machen den Raum zudem ideal für Festivitäten. «Mittelfristig planen wir den Raum auch für private Anlässe oder an Vereine zu vermieten – zu günstigen Konditionen», sagt Dominique Tschannen, Leiter des Quartiertreffs.

Von links: Felix Baumgartner (Fachstelle Integration), Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Quartiertreffleiter Dominique Tschannen. (Bild: Claudio Weder)

Von links: Felix Baumgartner (Fachstelle Integration), Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Quartiertreffleiter Dominique Tschannen. (Bild: Claudio Weder)

Mitsprache soll gefördert werden

«Es ist wichtig für die nachhaltige Entwicklung des Quartiers, dass sich die Bewohner aktiv einbringen können», sagt Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. Dazu soll in einem der Räume im Untergeschoss das Quartierbüro eingerichtet werden, eine zentrale Anlaufstelle für Ideen, Anliegen und Fragen rund um das Quartier. Im angrenzenden Inforaum können sich die Bewohner zudem selbstständig über Anlässe, Aktivitäten oder die Quartierentwicklung informieren.

Die Bewohner sollen sich im Quartier fürs Quartier engagieren können, so ein grundlegendes Ziel des Treffs. Beispielsweise wolle man auch erreichen, dass die Quartierbewohner die Organisation der Aktivitäten im Quartiertreff in der Zukunft selber in die Hand nehmen. Ganz nach dem Motto: «Gemeinsam das Quartier entwickeln».

Im Quartierbüro bietet Dominique Tschannen ein offenes Ohr für Anliegen der Quartierbewohner. (Bild: Claudio Weder)

Im Quartierbüro bietet Dominique Tschannen ein offenes Ohr für Anliegen der Quartierbewohner. (Bild: Claudio Weder)

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