GEMEINDEVERSAMMLUNGEN: Wenig Interesse an guten Jahresabschlüssen

Schwarze Zahlen in Bichelsee-Balterswil. Sowohl für die Politische Gemeinde als auch die Schule hat 2016 ein Gewinn resultiert. Der bevorstehende Bau von Alterswohnungen erntete hingegen Kritik.

Jörg Rothweiler
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Alle Anträge wurden von den nur 83 anwesenden Stimmberechtigten abgesegnet. Kein Wunder, denn Schulpräsident Bruno Ruppli und Gemeindepräsident Beat Weibel präsentierten erfreuliche Zahlen. Bei der Volksschulgemeinde resultierte ein Überschuss von rund einer Million Franken. Dieser wird zur Aufstockung des Erneuerungsfonds für Baufolgekosten (600000 Franken) und zusätzliche Abschreibungen (knapp 400000 Franken) genutzt. Ähnlich gelagerte Zahlen präsentierte Weibel an der Gemeindeversammlung. Auch die Politische Gemeinde nutzt die zusätzlichen Steuererträge für Abschreibungen und Wertberichtigungen bei der gemeindeeigenen Liegenschaft Volg. Zudem wurde der Wert des Aktienpakets der Hebbag AG von 150000 Franken auf einen Franken berichtigt. Das Paket wird nun an die EKT AG veräussert, um die vom Regierungsrat bereits abgesegnete Fusion der Hebbag AG und der EKT AG zu ermöglichen. Im Gegenzug erhält die Politische Gemeinde ein 2011 ausgerichtetes zinsloses Darlehen über 1,5 Millionen Franken sofort zurück. Möglicherweise werden zwei Drittel davon im Herbst wieder zinslos verliehen – an die Genossenschaft «Wohnen im Alter», die für 8,5 Millionen Franken ein Gebäude mit 17 Alterswohnungen errichten will. Ob die Stimmbürger diesen Antrag bei der Urnenabstimmung im September einfach so durchwinken, darf angesichts der skeptischen Voten, die zum Projekt zu hören waren, bezweifelt werden.

Jörg Rothweiler

redaktion@wilerzeitung.ch

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