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GEMEINDERATING: Wil liegt meilenweit weg von der Spitze - und ist doch Leader der Region

Die «Weltwoche» hat in ihrem Gemeinderating die 924 Gemeinden der Schweiz mit mehr als 2000 Einwohnern bewertet. In der Region gab es teils grosse Schwankungen. Bestklassiert ist Wil - auf Platz 379.
Yves Weibel
Nirgendwo in der Region Wil lebt es sich besser als in der Äbtestadt. Dies gilt, wenn man einem «Weltwoche»-Rating glaubt. (Bild: Yves Weibel)

Nirgendwo in der Region Wil lebt es sich besser als in der Äbtestadt. Dies gilt, wenn man einem «Weltwoche»-Rating glaubt. (Bild: Yves Weibel)

Yves Weibel

yves.weibel@wilerzeitung.ch

Die Hälfte der Gemeinden der Region hat im Vergleich zum Vorjahr Plätze gutmachen können. Besonders markant ist der Aufstieg von Sirnach: 135 Plätze rutschte das Dorf nach vorne. «Ich glaube, dass die Platzierung zum Teil auch mit Glück zu tun hat. Uns freut es selbstverständlich, dass wir so viel besser platziert sind als im Vorjahr. Allerdings sind Faktoren wie beispielsweise der Arbeitsmarkt nicht von den Behörden abhängig», sagt Kurt Baumann, Gemeindepräsident von Sirnach. Es sei halt so, dass kleinere Gemeinden den grossen Indikatoren wie beispielsweise der Wirtschaft- oder der Marktlage schonungslos ausgeliefert seien.

In der Region gab es auch Gemeinden, die einige Plätze einbüssten. Etwa Niederhelfenschwil, das im Vergleich mit dem Vorjahr um 102 Ränge abgerutscht ist. Gemeindepräsident Simon Thalmann sieht das Rating nicht als wegweisend an: «Grundsätzlich schätze ich Ratings von Fachorganisationen, wie beispielsweise des Schweizerischen Gemeindeverbandes. Die von immobilienorientierten Firmen beachte ich jedoch nicht.»

In anderen Ratings an der Spitze

Ratings werden in den verschiedenen Gemeinden auch unterschiedlich aufgenommen. «Es ist schön zu sehen, wo man steht. Die Ratings zeigen im Quervergleich eine Momentaufnahme aller Gemeinden. Und das ist schon interessant. Allerdings darf man die Ratings nicht überbewerten», sagt etwa Kurt Baumann. So tönt es auch aus anderen Gemeinden. Stefan Hauser, Leiter Kommunikation der Stadt Wil, sagt: «Wir bei der Stadt nehmen solche Ratings zwar zur Kenntnis, geben ­ihnen aber kein allzu grosses Gewicht.» Dies, obwohl die Äbte­stadt mit dem 379. Platz Spitzenreiter unter den Gemeinden der Region ist.

Thomas Stricker, Verwaltungsleiter von Uzwil, äussert sich etwas kritischer: «Es gibt zu viele unnötige Ratings. Vor allem solche, die sich aus irgendwelchen Zahlen etwas wie Lebensqualität zusammenzimmern.»

Auch aus Flawil ist zu vernehmen, dass solche Bewertungen nicht wirklich wichtig seien. «Ratings scheinen im Trend zu sein. Uns ist aber vor allem wichtig, welche Rückmeldungen unsere Einwohnerinnen und Einwohner uns direkt geben oder via Umfragetool zum Lebensqualitätsindex Schweiz», sagt Marc Gattiker, Ratschreiber der Gemeinde Flawil. Bei «So lebt die Schweiz» belegt Flawil von über 500 bewerteten Gemeinden Rang 11. Uzwil findet man gar auf Position 5. «Das zeigt, wie verschieden Bewertungen in den Ratings ausfallen können», ist Marc Gattiker überzeugt.

Über 900 bewertete Gemeinden

Das Rating der Weltwoche wurde von der Zürcher Beraterfirma für Immobilien und Standortfragen erstellt. Es wurden alle Gemeinden mit mindestens 2000 Einwohnern analysiert, 924 waren es letztes Jahr. Sie wurden in den Punkten Wohnen, Arbeitsmarkt, Steuerbelastung, Erreichbarkeit, Versorgung und Sicherheit miteinander verglichen. Im gesamtschweizerischen Vergleich sind die Ostschweizer Gemeinden im Mittelfeld klassiert.

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