Gemeinderat wartet externe Gestaltungsideen ab

FLAWIL. Der heutige Marktplatz hält nicht, was er verspricht. Er ist weder Markt- noch Dorfplatz, sondern ein bekiester Parkplatz. Der Gemeinderat möchte dies ändern. Ziel sei die Gestaltung eines vielfältig nutzbaren, lebendigen Platzes, heisst es in den Mitteilungen aus dem Flawiler Gemeindehaus.

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Der Marktplatz ist heute eine von Bäumen gesäumte Kiesfläche, die als Parkplatz dient. (Bild: rkf)

Der Marktplatz ist heute eine von Bäumen gesäumte Kiesfläche, die als Parkplatz dient. (Bild: rkf)

FLAWIL. Der heutige Marktplatz hält nicht, was er verspricht. Er ist weder Markt- noch Dorfplatz, sondern ein bekiester Parkplatz. Der Gemeinderat möchte dies ändern. Ziel sei die Gestaltung eines vielfältig nutzbaren, lebendigen Platzes, heisst es in den Mitteilungen aus dem Flawiler Gemeindehaus.

Machbarkeitsstudie

Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Mit folgenden Rahmenbedingungen: multifunktional nutzbarer Platz, Parkierung oberirdisch oder in Tiefgarage, Dorfplatz, Wochenmarkt, Einbezug der Magdenauerstrasse sowie Offenlegung von Dorfbach und Tüfibächli. Ein weiterer Aspekt ist der Beschluss der Bürgerversammlung vom 28. April 2015, der verlangt, dass auch eine Platzgestaltung ohne Überbauung geprüft wird. Eine Herausforderung sei ausserdem, schreibt der Gemeinderat weiter, die Absicht der IG Kulturhaus, im Dorfzentrum eine Kulturstätte zu realisieren (siehe Box).

Keine oder viel Überbauung

«Ein externes Büro ist zurzeit daran, die Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. Denkbar sind fünf Varianten von keiner Überbauung bis viel Überbauung.» Laut Gemeinderat muss die Studie aufzeigen, ob eine Tiefgarage realisierbar ist oder auch, wie der Wunsch nach einem Kulturhaus umgesetzt werden könnte. Die Studie wird voraussichtlich im Herbst vorliegen. Dann wird der Gemeinderat sich für eine der Varianten entscheiden.

Gemeinde nicht als Bauherrin

Je nachdem, welche Variante den Rat überzeugt, wird er die Parameter für einen Architekturwettbewerb festlegen. Der ausgeschriebene Wettbewerb soll Ideen bringen, wie eine Gesamtlösung aussehen könnte. Fest steht nämlich, dass die Gemeinde nicht als Bauherrin auftreten will, zumal sie auch keinen Bedarf an neuen Gebäuden hat. Für die Marktplatzgestaltung in der definierten Form würde eine Bauherrschaft gesucht. Diese hätte mit dem Projekt auch ein Kaufangebot für den Marktplatz abzugeben. Eine allenfalls nötige Umzonung würde dann dem fakultativen Referendum unterstellt. (red/rkf)