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Gemeinderat setzt sich durch: Zuwzil senkt den Steuerfuss um fünf Prozentpunkte

Nur vier Geschäfte waren traktandiert für die Bürgerversammlung vom Freitagabend. Einzig bei der Steuerfusssenkung und einem Kreditbegehren meldeten sich einige Stimmbürger zu Wort.
Christoph Heer
Gemeindepräsident Roland Hardegger (rechts) führte gewohnt souverän durch die Bürgerversammlung. Letztlich fanden alle Anträge des Gemeinderats eine Mehrheit. (Bild: Christoph Heer)

Gemeindepräsident Roland Hardegger (rechts) führte gewohnt souverän durch die Bürgerversammlung. Letztlich fanden alle Anträge des Gemeinderats eine Mehrheit. (Bild: Christoph Heer)

Der Gemeinderat beantragt eine Steuerfusssenkung von fünf Punkten auf 87 Prozent. Denn das erfreuliche Rechnungsergebnis lasse eine weitere Senkung verantworten. «Wir sind auf Kurs und im grünen Bereich. Zudem versichere ich, dass wir die Handbremse bei Bedarf rechtzeitig ziehen werden.» Gemeindepräsident Roland Hardegger will dem Souverän die Steuerfusssenkung schmackhaft machen – und das gelingt ihm.

Zwar melden sich einige Bürger zu Wort, doch diejenigen, die diese Senkung ablehnen, können keine Mehrheit auf sich vereinen. Während der Antrag auf eine Steuerfusssenkung um zehn Prozentpunkte wuchtig abgeschmettert wird, kann auch ein anderer Bürger nichts mehr an den Meinungen der Anwesenden ändern. Dieser mahnte, den Steuerfuss zu belassen, denn Kosten, etwa im Strassenwesen, würden in Zukunft wieder steigen. Die Ortsparteien der CVP und FDP unterstützen derweil den Gemeinderat, während sich die SP gegen eine Reduzierung ausspricht. Schliesslich scheint es so, dass sich der Souverän schon vor Versammlungsbeginn seine Meinung verinnerlicht hat, mit nur wenigen Gegenstimmen senkt Zuzwil den Steuerfuss von 92 Prozent auf 87 Prozent.

Vorwärts in Sachen Digitalisierung

Mit dem Projekt «Digital 21» wartet Schulpräsident Clemens Meisterhans auf. Der technische Wandel, die zunehmende Digitalisierung im Unterricht und die Einführung des Lehrplans 21 stellten an die ganze IT-Infrastruktur der Schule sehr hohe Anforderungen.

«Informatik ist kein Nebenfach mehr, sondern in jeder Lektion und jedem Schulzimmer anzutreffen.»

Meisterhans rührt gekonnt die Werbetrommel, so, dass auch hierbei nur wenige Stimmbürger dagegen sind. Somit wird das Kreditbegehren über 1,43 Millionen Franken für die Erneuerung der IT-Infrastruktur der Schule mit einem klaren Ja genehmigt. Ein Stimmbürger allerdings findet diese Summe übertrieben. Er vergleicht darum das Vorhaben mit einem Rolls-Royce. «Es braucht nicht immer die Luxuslösung», sagte er vor der Abstimmung. Seine Warnung wurde jedoch nicht erhört.

Das Budget rechnete im vergangenen Jahr mit einem Aufwandüberschuss von knapp 200000 Franken, dies bei einem Aufwand von rund 24,3 Millionen Franken. Die Jahresrechnung 2018 schloss jedoch mit einem satten Gewinn von 2,4 Millionen Franken. Erfreut über dieses Ergebnis sagte Roland Hardegger, dass dieses Resultat den Gemeindehaushalt weiter festige. «Es ergibt sich Spielraum, um die Schulden abzubauen.» Tatsächlich kann nun Zuzwil über 1,9 Millionen Franken in zusätzliche Abschreibungen einspeisen, zudem wird etwas über eine halbe Million Franken dem Eigenkapital zugeführt. Mit einem Ausgabenüberschuss rechnet indes das Budget für dieses Jahr. Bei Ausgaben von 24 Millionen Franken und Einnahmen von 23,7 Millionen Franken wird ein Defizit von rund 321000 Franken erwartet.

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