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Gemeinderat krebst teilweise zurück

Paul Frischknecht hatte an der Flawiler Bürgerversammlung im Herbst die Umsetzung diverser Massnahmen zur Schulwegsicherung kritisiert. Der Gemeinderat wurde auf Antrag zur Stellungnahme verpflichtet. Der Bericht liegt nun vor. Punktuell sind Korrekturen vorgesehen.
Andrea Häusler
An der ebenfalls diskutierten und kritisierten Baumgrube an der Landbergstrasse will der Gemeinderat laut eigenen Angaben festhalten. (Bild: rkf)

An der ebenfalls diskutierten und kritisierten Baumgrube an der Landbergstrasse will der Gemeinderat laut eigenen Angaben festhalten. (Bild: rkf)

FLAWIL. Der Katalog Frischknechts umfasste fünf Fragen, die nun vom Gemeinderat beantwortet worden sind. Gleichzeitig hat der Rat die Erkenntnisse daraus zusammengefasst und Anpassungen beschlossen.

Frischknecht wollte in seinem Antrag wissen, auf welcher Grundlage die Art der Schulwegsicherheit gewählt worden ist. Zudem erkundigte er sich nach den Gesamtkosten der Massnahmen und den Mehrkosten beim Unterhalt. Schliesslich verlangte er Angaben über die Kosten eines Rückbaus der realisierten Massnahmen und Vorschläge des Gemeinderats zur Verbesserung der Situation. Die Antworten wünschte er bis zur Bürgerversammlung vom 26. April.

Liste mit 120 Massnahmen

Das Projekt «Schulwegsicherheit» wurde im Rahmen des Pilotprojektes «Gemeinde bewegt» des Bundes und des kantonalen Amts für Gesundheitsvorsorge lanciert, schreibt der Gemeinderat in seiner Stellungnahme. «In Zusammenarbeit mit zwei Schulklassen, Eltern, dem Wohn- und Pflegeheim Flawil und der Wohngemeinschaft Feld des Buecherwäldlis wurden Gefahren- und Problemstellen erhoben. Die daraus resultierende Massnahmenliste umfasste rund 120 Punkte, von denen ein Teil durch den Unterhaltsdienst der Gemeinde erledigt werden konnte. Die beanstandeten Hecken und Sträucher wurden von den Grundeigentümern geschnitten. Grössere Anpassungen wurden durch ein Ingenieurbüro projektiert sowie von der Bau- und Infrastrukturkommission zusammen mit der Kantonspolizei St. Gallen beraten, genehmigt und umgesetzt.»

Mehrere Projekte

Im Rahmen der Schulwegsicherheit wurde ein Gesamtbetrag von 300 000 Franken bereitgestellt. Allerdings ist zwischen Massnahmen im Rahmen des «Projekts Schulwegsicherheit Flawil» und «weiteren Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit» zu unterscheiden, betont der Gemeinderat. So wurden die Kosten der Sanierung Alterschwilerstrasse, die Massnahmen zur Verkehrssicherheit in Burgau oder die Behebung der Sicherheitsdefizite an der Landbergstrasse nicht dem Projekt Schulwegsicherheit, sondern dem jeweiligen Strassenbauprojekt belastet. Die Kosten der Verkehrssicherheitsmassnahmen dieser Projekte beliefen sich auf 230 000 Franken. Bei allen drei Strassenbauprojekten waren die Anwohner involviert und hatten die Möglichkeit, während der öffentlichen Auflage Rechtsmittel zu ergreifen.

60 Prozent der Baukosten

Bei den Massnahmen, die das Projekt Schulwegsicherheit betreffen, übernimmt der Unterhaltsdienst der Gemeinde den Unterhalt. Der Mehraufwand des Unterhaltsdienstes für sämtliche Verkehrssicherheitsmassnahmen wird jährlich auf etwa 120 Stunden geschätzt, schreibt der Gemeinderat.

Die Rückbaukosten der Massnahmen werden vom Ingenieurbüro sjb Degersheim auf 60 Prozent der Erstellungskosten geschätzt. Diese würden bei der Schulwegsicherheit rund 180 000 Franken betragen, bei den Strassenbauprojekten Alterschwil, Burgau und Landbergstrasse etwa 138 000 Franken.

Einzelne Korrekturen

Die Anstrengungen haben nicht nur zu einer Verbesserung der Situation, sondern auch zu einem akzeptablen Sicherheitsniveau auf den Flawiler Strassen geführt, urteilt der Gemeinderat. Dennoch seien die Massnahmen nochmals reflektiert und einzelne Korrekturen beschlossen worden. «So wird am Beginn der Landbergstrasse geprüft, ob der Zaun auf dem Privatgrundstück bei der Baumgrube zurückversetzt werden kann. Damit würde die Sicht optimiert werden.»

«Oberhalb der Kurve zwischen Niederberg- und Höhenstrasse wird das eingezeichnete Parkfeld wieder entfernt. Zudem soll zu Beginn der Oberbotsbergstrasse ein Parkverbot veranlasst werden, damit künftig nicht mehr entlang der ganzen Strasse parkiert wird. Bei der Lindenstrasse, im Bereich des Einlenkers zur St. Gallerstrasse, befindet sich eine Baumgrube. Der Kanton will bis spätestens 2018 die Fussgängerquerung über die St. Gallerstrasse verbessern. Der Gemeinderat will die Entfernung des Baums im Rahmen des Sanierungsprojekts prüfen.»

Noch sensibler abwägen

Der Gemeinderat möchte in Zukunft bei Strassenbauprojekten die Umsetzung noch sensibler abwägen. So wird künftig auch darauf geachtet, die Bevölkerung optimal zu informieren. Geprüft wird im weiteren, ob einzelne Projekte direkt vor Ort interessierten Bevölkerungskreisen präsentiert werden sollen.

Der Gemeinderat beantragt nun, dass die Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung vom 26. April 2016 vom vorliegenden Bericht «Schulwegsicherheit» Kenntnis nehmen. Die ausführliche Berichterstattung über die Schulwegsicherheit ist ein Teil des Geschäftsberichtes, der Anfang April in alle Haushaltungen verschickt wird.

2012 ins Leben gerufen

Das Projekt «Schulwegsicherheit Flawil» wurde vom Gemeinderat im Sommer 2012 ins Leben gerufen. Das Ziel des Projekts war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Gefahrenstellen zu beheben. Dabei ging es nicht nur um die Umsetzung von baulichen Massnahmen, sondern auch um die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden.

Die Aufhebung der Baumgrube an der Lindenstrasse soll im Rahmen des Sanierungsprojekts «Fussgängerquerung» 2018 geprüft werden. (Bild: Andrea Häusler)

Die Aufhebung der Baumgrube an der Lindenstrasse soll im Rahmen des Sanierungsprojekts «Fussgängerquerung» 2018 geprüft werden. (Bild: Andrea Häusler)

Das einzelne – hier doppelt belegte – Parkfeld oberhalb der Kurve zwischen Niederbergstrasse und Höhenstrasse soll wieder entfernt werden.

Das einzelne – hier doppelt belegte – Parkfeld oberhalb der Kurve zwischen Niederbergstrasse und Höhenstrasse soll wieder entfernt werden.

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