Gemeinden zahlen doch

Einstimmig hatten sich die Verwaltungsräte des Regionalen Alterszentrums Tannzapfenland (RAT) am 11. Juli vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, dass sich die 13 Partnergemeinden an der dritten Ausbauetappe beteiligen sollen.

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Einstimmig hatten sich die Verwaltungsräte des Regionalen Alterszentrums Tannzapfenland (RAT) am 11. Juli vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, dass sich die 13 Partnergemeinden an der dritten Ausbauetappe beteiligen sollen. Fast auf den Tag genau acht Monate später sprachen sich die gleichen Verwaltungsräte gegen diese Beteiligung der Gemeinden aus – wiederum einstimmig. Dieser Meinungsumschwung wird umso interessanter, wenn man weiss, dass der Verwaltungsrat aus Gemeindeammännern und sonstigen Vertretern der Partnergemeinden besteht. Einigen von ihnen ist es also nicht gelungen, die Gemeinderatskollegen, geschweige denn den Souverän zu überzeugen.

Wer nun glaubt, dass sich die Partnergemeinden oder deren Bewohner nicht am Ausbau beteiligen müssen, der irrt. Entweder müssen nun höhere Taxen entrichtet oder es muss für ein allfälliges Defizit geradegestanden werden. Es wird sich bald zeigen, wie es um die Hinterthurgauer Solidarität beim Thema Altersbetreuung steht. Denn vor allem jene Gemeinden, die eine eigene Alterseinrichtung im Dorf haben, werden sich genau überlegen, ob sie den im Jahr 2016 auslaufenden Vertrag mit dem RAT verlängern. Aus Tobel-Tägerschen ist zu vernehmen, dass man genau dies nicht tun werde. Um den immer neuen und gestiegenen Ansprüchen in der Alterspflege gerecht zu werden, bedarf es dennoch regionaler Lösungen. Gerade beim kostspieligen Thema Demenz müssen die Hinterthurgauer Kräfte gebündelt werden. Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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