Gemeinden suchen nach Alternativen

Durch die Verzögerung beim Bau der Regionalen Indoor-Schiessanlage Münchwilen kommen die verschiedenen Mitgliedsgemeinden in Zugzwang, um ihren Schützen eine Schiessmöglichkeit für die Obligatorische Schiesspflicht zur Verfügung zu stellen. Ab 1.

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Durch die Verzögerung beim Bau der Regionalen Indoor-Schiessanlage Münchwilen kommen die verschiedenen Mitgliedsgemeinden in Zugzwang, um ihren Schützen eine Schiessmöglichkeit für die Obligatorische Schiesspflicht zur Verfügung zu stellen. Ab 1. November darf kein Blei mehr in den Boden geschossen werden, ohne dass die Beiträge des Bundes (VASA-Fonds) gefährdet werden. Diese machen rund 40 Prozent der Kosten für die Sanierung eines Kugelfanges aus. Die Münchwiler Schützen werden im folgenden Jahr in Tuttwil schiessen. Sie erhalten Gegenrecht für die Zeit, während welcher das Schützenhaus Tuttwil wegen eines Brandes nicht zur Verfügung gestanden hatte. «Die Mehrkosten für die Politische Gemeinde belaufen sich auf einige wenige Hundert Franken», so Münchwilens Gemeindeammann Lorenz Liechti.

«Zurzeit sind wir in der Gemeinde Sirnach am Evaluieren einer Möglichkeit für die Installation eines provisorischen künstlichen Kugelfanges» erklärt Sirnachs Gemeindeammann Kurt Baumann. Ziel sei es, den Schützen in der Zeit, bis die regionale Anlage zur Verfügung steht, weiter auf ihrem Stand das Schiessen zu ermöglichen, ohne dass die VASA-Gelder verloren gehen. Konkrete Entscheide seien derzeit aber noch ausstehend.

Bernhard Kohler, Gemeindeoberhaupt von Fischingen, verweist darauf, dass auf regierungsrätlicher Ebene diesbezüglich noch Verhandlungen am Laufen seien. In Bichelsee-Balterswil wird noch nichts unternommen. «Wir warten ab, was im eidgenössischen Parlament geschieht, ob dort eine Verlängerung erlaubt wird», so Gemeindeammann Richard Peter.

Eschlikon steht im Kontakt mit einer Firma, die ein Leasingkonzept für mobile Kugelfänge anbietet. «Es würde aber nur ein Schiessstand damit ausgerüstet und lediglich mit einer begrenzten Anzahl Scheiben», so Gemeindeammann Robert Meyer gegenüber der Wiler Zeitung. (nas.)

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