Gemeinde vergrössert Rebberg

Ortsgemeinde Wil konnte in Bronschhofen Grundstücke kaufen und dadurch den eigenen Rebberg vergrössern.

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Markus Hardegger, Niklaus Sutter, Edi Kümin und René Bruderer (v.l.) (Bild: zVg.)

Markus Hardegger, Niklaus Sutter, Edi Kümin und René Bruderer (v.l.) (Bild: zVg.)

Der Ortsgemeinde Wil ist es gelungen, durch den Kauf einiger Grundstücke in Bronschhofen ihre Rebbaufläche markant zu vergrössern. Ziel der Ortsgemeinde ist es, auch die «Lücke» in Wil noch zu schliessen und ein zusammenhängendes Rebgebiet in Wil und Bronschhofen zu schaffen.

Nicht mehr wie auf Stichen

Wie auf alten Stichen zu sehen ist, waren in früherer Zeit viele Abhänge in Wil und den umliegenden Gemeinden dicht mit Reben bestockt. Von diesen Kulturen ist nur noch ein kleiner Rest geblieben.

In Wil bei der Trotte am Höhenweg umfasst das bestockte Gebiet rund 75 Aren. In Bronschhofen am Burgstall bewirtschaftete der Rebwart der Ortsgemeinde bisher 60 Aren auf Grundstücken, die von zwei verschiedenen Grundeigentümern gepachtet wurden. Mit dem Verkauf von vier Grundstücken über 6000 m2 bietet der bisherige Eigentümer der Ortsgemeinde Wil nun die Möglichkeit, ihre Rebbaufläche markant zu vergrössern und den Bestockungswegfall im unteren Bereich mehrfach zu kompensieren.

Die neu erworbenen Grundstücke liegen unterhalb des Waldes am Burgstall und ziehen sich vom bestehenden Rebberg oberhalb der Häuser am Höhenweg nach Nordwesten.

Bewilligungen liegen vor

Die Bemühungen um eine Erhaltung des Kulturguts Wein in der Region ist dem Ortsbürgerrat ein grosses Anliegen und er ist zu Recht stolz auf den Wein vom Wiler und Bronschhofer Rebberg, der sich seit einigen Jahren zunehmender Wertschätzung erfreut und dessen Absatz sehr gut läuft.

Die neuen Flächen in Bronschhofen bieten der Ortsgemeinde nun die Möglichkeiten, den lange gehegten Wunsch nach einer Ausweitung der Rebfläche wahr zu machen. Die Genehmigungen des st. gallischen Rebbaukommissärs und des Amts für Natur, Jagd und Fischerei liegen dem Ortsbürgerrat bereits vor, so dass die Planung des zukünftigen Rebbergs in Angriff genommen werden kann.

Mittelfristig hofft der Ortsbürgerrat auch noch die Lücke zwischen dem Wiler und dem Bronschhofer Rebberg schliessen zu können. Die Zuordnung dieser unbebauten Fläche am Traubenweg zum Rebbaugebiet ist in der neuen Wiler Zonenplanung vorgesehen. (pd.)