Gemeinde benötigt Bauland

Interessierte, die in der Gemeinde Oberbüren ein Einfamilienhaus erstellen möchten, müssen sich gedulden. Zurzeit steht in den drei Dörfern kein Bauland zur Verfügung. Nun soll in Niederwil das Gebiet Büelen erschlossen werden.

Zita Meienhofer
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NIEDERWIL. «Ich wüsste nicht, wo es noch eine freie Parzelle Bauland in der Gemeinde hat», sagt Andrea Taverna, Gemeindepräsident von Oberbüren, zur aktuellen Baulandsituation von Sonnental, Oberbüren und Niederwil. Deshalb hatte der Oberbürer Gemeinderat der Bürgerschaft bereits im Frühjahr 2010 den Antrag unterbreitet, das ihm angebotene Bauland im Gebiet Büelen in Niederwil zu erwerben. Die Bürgerschaft stimmte dem 3,3-Millionen-Franken-Vorhaben zu. In der Zwischenzeit konnten zwei weitere Parzellen gekauft werden. Nun steht eine eingezonte Fläche von 22 400 Quadratmetern – etwa 32 Parzellen – bereit zur weiteren Nutzung. Bevor allerdings die Bagger für den Häuserbau auffahren können, muss das Land erschlossen werden. Über dieses – ebenfalls – 3,3-Millionen-Franken-Projekt müssen nun die Stimmberechtigten an der ordentlichen Bürgerversammlung vom 19. März befinden.

Aston-Martin-Zentrum

Die Nachfrage nach Bauland sei vorhanden, sagt Taverna, dem eine grosse Liste vorliegt, auf der sich Interessierte vormerken liessen. Wer eine Parzelle im Büelen kaufen möchte, muss sich an verschiedene Bedingungen halten. So soll ein Interessent nur eine Parzelle kaufen können. Ebenso muss ein Käufer auf seinen Namen ein Baugesuch stellen. Bleibt das erworbene Grundstück unbebaut, ist ein Verkauf nur mit Bewilligung des Gemeinderates möglich. Mit diesen Vorgaben gibt der Gemeinderat das Heft nicht ganz aus der Hand und kann somit festlegen, in welchem Zeitraum das Gebiet überbaut werden soll. Er rechnet mit fünf bis sieben Jahren. Die angrenzenden zwei Parzellen bis zum Ölabscheidebecken sollen ebenfalls eingezont werden. Ein Projekt sei bereits angedacht, sagt Taverna, und bestätigt, dass es sich bei diesem Projekt um den allfälligen Neubau des Aston-Martin-Zentrums handelt, das bislang in St. Gallen beheimatet ist. Die restliche Parzelle wird unbebaut bleiben. «Bautechnisch ist hier fast nichts machbar», so Taverna.

Aufwendiger als geplant

Verläuft alles nach Plan des Gemeinderates, sollte im kommenden Herbst mit den Arbeiten zur Erschliessung begonnen werden. Ein halbes Jahr später, im Frühjahr/Sommer 2013, sollte es den ersten Käufern möglich sein, im Gebiet Büelen ihr Haus zu errichten. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Zudem ist die Erschliessung aufwendiger, als der Gemeinderat angenommen hat. Da ist nicht nur der Untergrund des Bodens, der ein geologisches Gutachten nötig machte, weil sich das Grundstück im Altlastenkataster befindet. Die Abklärungen erbrachten allerdings ein gutes Resultat. Da sind auch die Lärmschutzmassnahmen, die realisiert werden müssen. Wie diese Wand aussehen wird, kann der Gemeindepräsident noch nicht sagen. Und da waren die Probleme rund um die Entwässerung, die, laut Taverna, für alle zufriedenstellend gelöst wurden. Die nächste Hürde ist die Abstimmung an der Bürgerversammlung.

Mehr Informationen an der Vorgemeinde von morgen Donnerstag, 8. März, 20 Uhr, Schulhaussaal Niederwil.