«Gekesselt, dass die Post abging»

Die Musikschule Degersheim lud am Sonntagabend zu ihrem Konzert «Novemberklänge». Die jungen Musikerinnen und Musiker sowie ein Chor glänzten mit facettenreichen Darbietungen.

Beatrice Oesch
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Klavier vierhändig: Fiona Kopp und Ronja Saxer. (Bild: bo.)

Klavier vierhändig: Fiona Kopp und Ronja Saxer. (Bild: bo.)

DEGERSHEIM. Am Sonntagabend war es wieder so weit: Die Musikschule Degersheim bot ihren Instrumentalistinnen und Instrumentalisten die Gelegenheit, ihr Können auf einer Bühne zu präsentieren. Im Saal des evangelischen Kirchgemeindehauses in Degersheim wartete ein sehr zahlreiches und wohlwollendes Publikum auf die Darbietungen der jungen Künstlerinnen und Künstler, die mit verschiedenen Instrumenten in abwechslungsreichen Formationen sowie mit einem Chor auftraten.

Unter dem Titel «Novemberklänge» boten sie ein facettenreiches Programm. Von «African Hip-Hop» über moderne Balladen, von Klassik bis Rock war für jeden Geschmack etwas dabei, und dies oft auf hohem musikalischem Niveau.

Daumen wurden gedrückt

Sowohl auf der Bühne wie auch bei den Angehörigen im Saal waren Nervosität und Lampenfieber deutlich spürbar, doch das machte die Freude und den Stolz nach gelungenem Auftritt umso grösser. Trudi Stutz, die Leiterin der Musikschule Degersheim, hatte in Zusammenarbeit mit zehn Musiklehrpersonen das Programm zusammengestellt. Dabei kam es zu reizvollen Kombinationen, etwa einer Formation aus zwei Querflöten und einem Cello oder Klarinetten mit Klavier. Im «African Hip-Hop» kamen Schlagzeug, Djembé, Cajon und Glocke zum Einsatz und mischten den Saal so richtig auf. Das Klavier gab es zwei- und vierhändig gespielt sowie in Kombination mit E-Piano. Auch Sängerinnen vermochten zu begeistern, sowohl in Soli wie im Chor und einer Band. Passierte hin und wieder ein kleiner Patzer, fanden die Protagonisten schnell den Faden wieder, und im Saal wurden besonders viele Daumen gedrückt.

Täglich 20 Minuten üben

Nach dem Konzert konnten bei einem Apéro die Musikschülerinnen und Musikschüler zu ihren Leistungen beglückwünscht werden. Es bestand auch die Möglichkeit, sich mit den Musiklehrpersonen auszutauschen.

Gegenüber der Wiler Zeitung gab die zehnjährige Anna Bleiker Auskunft über ihren Übungsaufwand mit der Klarinette. «Ich übe jeden Tag zwanzig Minuten», erklärte sie, und ihr Klarinettenlehrer Bernhard Wahl bestätigte: «Mit zwanzig Minuten pro Tag kann man wirklich vorwärtskommen, wenn das Üben regelmässig und intensiv geschieht.» Ein Zuschauer sagte anerkennend zu einem Djembéspieler der African Hip-Hop-Band: «Ihr habt ja gekesselt, dass die Post abging.»