Gejodelte Weihnachtslieder

Am Sonntagnachmittag gab das Jodelchörli Degersheim in der katholischen Kirche in Degersheim ein Adventskonzert. Das Publikum kam auch in den Genuss einer «etwas anderen Weihnachtsgeschichte».

Jonas Lüdi
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DEGERSHEIM. Das Jodelchörli Degersheim formierte sich in einem Halbkreis vor dem Publikum, das in Scharen kam, um das Adventskonzert zu geniessen. Die Jodler präsentierten sich in der traditionellen Tracht, in deren Hosentaschen stets ihre Hände ruhten, während sie sangen. Unter der Leitung von Andreas Hinterberger legten die Jodler gleich mit einigen speziell für den Chor arrangierten Weihnachtsliedern los. Den Auftakt machte «Stille Nacht», sogleich gefolgt von «Oh du Fröhliche», was die Gemüter in eine weihnachtliche Stimmung versetzte. Im Vergleich zu konventionellen Chören agierte der Jodelchor dabei äusserst sanft und umspielte die bekannten Melodien mit viel Gefühl.

Instrumentales Intermezzo

Die Familienkapelle Sutter aus Waldkirch durfte als Gastformation des Jodelchors Degersheim den instrumentellen Teil des Adventskonzerts übernehmen. Sie traten in einer Trio-Formation auf und waren ebenfalls in Trachten gekleidet. Ihre Formation beinhaltet Hackbrett, Akkordeon sowie ein Keyboard, welches die Bassstimme in den Stücken übernahm. Sie spielten passende Kompositionen wie «Alt Wiibertanz», welche die Jodellieder des Jodelchors bestens auf instrumentaler Ebene ergänzten. Natürlich durften an einem Adventskonzert die Weihnachtsgeschichten nicht fehlen. So kam das Publikum auch noch in den Genuss einer «etwas anderen Weihnachtsgeschichte», welche mit einer witzigen Pointe die Zuhörer in Gelächter versetzte. Auch die zweite Geschichte «Weihnachten aus Sicht der Tiere» wies einen hohen Unterhaltungswert auf, zumal man die wichtigsten Elemente von Weihnachten aus der Perspektive von Tieren aufgezählt bekam. Diese schienen von menschlichen Vorstellungen gar nicht so weit abzuweichen.

Christlicher Bezug

Das Thema von Gott und seinem Sohn zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm. Nicht nur die Weihnachtslieder, die bekanntlich von Jesus und seiner Geburt handeln, sondern auch sämtliche Jodellieder hatten den Bezug zur Natur und Gott zum Thema. Nach einigen Jodelliedern und dem einen oder anderen Naturjodel folgten noch weitere speziell für diesen Anlass arrangierte Stücke. «Der kleine Trommler» in umgeschriebener Form überzeugte das Publikum ganz speziell mit seinen lautmalerischen Harmonien. Zum Schluss wagte das Jodlerchörli sogar einen Abstecher in den Gospel und performte mit Klavierunterstützung den Welthit «Oh Happy Day».

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