«Geheimtip in der Musikszene»

Am Neujahrskonzert in der Kirche Oberglatt spielte das Duo Pegasus. Hackbrett und Orgel erklangen dabei gemeinsam: Eine spezielle Kombination.

Larissa Flammer
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Hackbrett und Orgel in Harmonie. Das Neujahrskonzert bescherte den Besuchern ungewohnte Klänge. (Bild: Larissa Flammer)

Hackbrett und Orgel in Harmonie. Das Neujahrskonzert bescherte den Besuchern ungewohnte Klänge. (Bild: Larissa Flammer)

OBERGLATT. Über 100 Personen folgten am Sonntag der Einladung der Reformierten Kirchgemeinde Flawil zum traditionellen Neujahrskonzert in die Kirche Oberglatt. Geboten wurde ein «Wunderstrauss an Musikstilen», und das von einem ungewöhnlichen Duo. Urs Bösiger und Paolo D'Angelo brachten die Klänge von Hackbrett und Orgel zusammen. D'Angelo ist unter anderem Organist in Flawil, Hackbrettspieler Bösiger kommt aus Sulgen und spielt als Solist, als Begleit- und als Formationsmusiker.

Neuer Geheimtip

Daniela Zillig, die im Namen der Vorsteherschaft der Reformierten Kirchgemeinde Flawil begrüsste, nannte die spezielle Instrumentenkombination den «neuen Geheimtip in der Musikszene». Tatsächlich schafften es die beiden Musiker, die breiten und wuchtigen Töne der Orgel mit den glasklaren, hellen und kurzen Klängen des Hackbretts zu vereinen. Dies, indem mal das eine, mal das andere Instrument die Führung übernahm beziehungsweise das andere begleitete. Auch je ein Solostück wurde eingebaut. D'Angelo spielte an der Orgel «Toccata und Fuge in D-Dur» von Johann Sebastian Bach, währenddem Bösiger sein Solo improvisierte und dabei Bausteine von Modernem und Traditionellem vereinte.

Volksmusik und Klassik

Die gemeinsamen Stücke boten den Zuhörerinnen und Zuhörern Volksmusik und Klassik aus verschiedenen Ecken der Welt. Italienische Klassik und Folklore erinnerte an die südländische Lebensweise, Volksmusik aus dem Balkan entführte mal in das märchenhafte Abendland, mal mit schneller und tanzbarer Musik nach Russland. Auch Lieder von Fahrenden, beispielsweise aus Südfrankreich, waren dabei. Immer wieder war die für das Hackbrett typische Appenzeller Volksmusik dabei und bot so auch einigen Wiedererkennungswert.

Apéro zum Ausklang

Das gut 80minütige Programm kam so gut an, dass eine Zugabe verlangt wurde. Die beiden Männer sind als Duo Pegasus in nächster Zeit mit diesem Konzertprogramm unterwegs und machen noch an einigen Orten in der Ostschweiz Halt. Der Abend in Oberglatt hat für die Besucher am Sonntag allerdings nicht mit dem letzten Stück des Konzerts aufgehört, sondern mit dem Neujahrsapéro im evangelischen Kirchgemeindezentrum.