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Geheimnisvolle Steinstelen in Flawil sorgten für Fragezeichen.

Kurz vor Weihnachten sind in der Bachstrasse Steinplatten aufgetaucht. Man munkelte gar, es handle sich um Grabsteine. Die Antwort ist diesseitiger: Auf den Steinplatten wird demnächst die Tempo-30-Signalisierung angebracht.
Tobias Söldi
Der «Stein des Anstosses» in der Bachstrasse. (Bild: PD)

Der «Stein des Anstosses» in der Bachstrasse. (Bild: PD)

Der Flawiler Peter Hoffmann war verwirrt. In der Bachstrasse hinter dem Coop stehen seit kurzem zwei mannshohe Steinplatten, verankert in einem Steinfundament, flankiert von zwei orangefarbenen Stäben. «Sind es Monumente, Gedenksteine (aber wofür?), Grabsteine (hoffentlich nicht!), Kunstobjekte? Sind sie allenfalls sogar zu gebrauchen?», schreibt er dieser Zeitung und fordert die Aufklärung des unerklärlichen und unerwarteten «Weihnachtswunders».

René Bruderer, Geschäftsleiter Bau und Infrastruktur der Gemeinde Flawil, kann Hoffmanns Sorgen entkräften. Die Steinstelen kündigen nicht vom Jenseits, sondern sind von ganz und gar weltlichem Nutzen. «In den nächsten Wochen werden darauf die Signalisationen der Tempo-30-Zone angebracht», erklärt Bruderer. Hoffmanns Fragen könne er aber durchaus nachvollziehen, meint er.

Die Signalisation ist notwendig – und gesetzlich vorgeschrieben –, weil sich die Bachstrasse in der neuen Tempo-30-Zone Vögelipark befindet. Die Zone umfasst neben der Bachstrasse die Parkstrasse, den südlichen Teil der Weideggstrasse sowie die Schweissbrunnstrasse.

«Etwas Spezielles, Individuelles»

Oft wird die Zone-30-Signalisation an einem einfachen Metallrahmen am Eingang der Zone angebracht. «Wir wollten aber etwas Spezielles, Individuelles machen, etwas, das Flawil ein Gesicht gibt und uns vom Durchschnitt abhebt», erklärt Gemeindepräsident Elmar Metzger. So ist die Idee entstanden, die Signalisation auf Natursteinplatten anzubringen. Im Fall der Bachstrasse ist dabei neben der Tempo-30-Beschränkung und den Reflektoren noch die Signalisation als Erweiterte Blaue Zone (EBZ) notwendig. Bei der Verarbeitung des Steins kam die ortsansässige Natursteinwerk Bossart AG zum Zug. «Uns war wichtig, dass die Wertschöpfung im Dorf bleibt», erklärt Metzger.

Neue Tempo-30-Zonen im gleichen Stil

Die neuen Steinstelen wurden noch vor Weihnachten installiert. Die vergleichsweise warmen Temperaturen kamen den Arbeiten entgegen: «Die Stelen müssen in einen Schlitz im Natursteinfundament geklebt werden. Damit der Klebstoff wirkt, musste es aber über fünf Grad sein», erklärt René Bruderer. Die Kosten für die neuen Natursteinstelen sind höher als die Standardlösung mit einem Metallrahmen. Gemäss Bruderer kostet eine Signalisation, bestehend aus Natursteinstele, Fundament und Signalisation, etwa 1400 Franken. Die Standardvariante mit Metallrahmen liege nur etwa 500 Franken unter diesem Preis.
Auf Natursteinstelen wie an der Bachstrasse wird man künftig vermehrt stossen in der Gemeinde Flawil. Neue Tempo-30-Zonen werden ebenfalls in diesem Stil signalisiert werden, kündigt Gemeindepräsident Elmar Metzger an.

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