Gegen die Projekte rund um die Neugestaltung des Uzwiler Zentrums sind 17 Einsprachen eingegangen

Vergangene Woche ist die Auflagefrist des kantonalen Projekts zur Gestaltung der Bahnhofstrasse und des Sondernutzungsplans Konsum-/Bahnhofstrasse abgelaufen.

Tobias Söldi
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Grüner, offener und ruhiger: So soll sich in Uzwil die Bahnhofstrasse in einigen Jahren präsentieren.

Grüner, offener und ruhiger: So soll sich in Uzwil die Bahnhofstrasse in einigen Jahren präsentieren.

Visualisierung: PD

Uzwils Zentrum putzt sich raus: Im Juni hat der Kanton St.Gallen das Projekt zur Gestaltung der Bahnhofstrasse öffentlich aufgelegt – nach mehreren Jahren Verzögerung. Gleichzeitig war auch der überarbeitete Sondernutzungsplan, der das Gebiet zwischen Bahnhof- und Konsumstrasse umfasst, einsehbar. Er ist insofern mit der Zentrumsgestaltung verbunden, als er die Gestaltung von Neubauten und Aussenräumen an der Bahnhofstrasse regelt.

Das Uzwiler Zentrum – eine eher «karge Erscheinung», wie es die Gemeinde einmal formulierte – soll grüner, offener und ruhiger werden sowie für Fahrradfahrer und Fussgänger an Attraktivität zulegen. Dafür sind unter anderem eine vier Meter breite, begrünte Fussgängerzone und an zwei Stellen Rundbänke mit Bäumen vorgesehen. Kostenpunkt: 3,865 Millionen Franken, von denen der Kanton 1,8 Millionen übernimmt.

Elf Einsprachen gegen die Zentrumsgestaltung

Vergangene Woche ist nun die Auflagefrist abgelaufen – und sowohl gegen den Sondernutzungsplan wie auch gegen das Projekt zur Neugestaltung des Zentrums sind Einsprachen eingegangen. «Wie immer», kommentiert der Uzwiler Gemeindepräsident Lucas Keel.

Uzwils Gemeindepräsident Lucas Keel.

Uzwils Gemeindepräsident Lucas Keel.

Ralph Ribi

So liegen gegen das Projekt Zentrumsgestaltung Bahnhofstrasse elf Einsprachen vor. Das liege am «unteren Limit des Erwarteten», sagt Keel. Er habe mit 10 bis 20 Einsprachen gerechnet. Diese seien nun beim Kantonalen Tiefbauamt zur Bearbeitung. «Wie schnell sie behandelt werden, das hängt von den Ressourcen des Tiefbauamtes ab», erklärt Keel.

Im Rahmen des Erwartbaren

Für die Einsprachen gegen den Sondernutzungsplan Bahnhof-/Konsumstrasse hingegen ist die Gemeinde zuständig. Sechs sind eingegangen, auch diese Zahl bewege sich im Rahmen des Erwarteten. Keel dazu:

«Die Bandbreite der Einsprachen ist gross: von relativ überschaubaren Anliegen, die einfach zu lösen sind, bis zu komplexen Fragestellungen.»

Genauer will er sich zum Inhalt nicht äussern. Positiv wertet er aber die Tatsache, dass im Vergleich zur ersten Auflage des Sondernutzungsplanes im Sommer vor einem Jahr deutlich weniger Einsprachen eingegangen sind. «Es ist uns offenbar gelungen, einige der Anliegen aufzunehmen», so Keel.

«Man kann nicht alle glücklich machen»

Trotzdem: Der Umgang mit Einsprachen ist kompliziert. Gerade im Fall des Sondernutzungsplanes, der ein bereits bebautes Gebiet betrifft, wo verschiedene Interessen aufeinandertreffen. «Man kann nicht alle glücklich machen», sagt Lucas Keel. Gebe man der einen Partei recht, könne das negative Auswirkungen auf die benachbarte Partei haben. Dass es im vorliegenden Fall gewisse Abhängigkeiten der beiden Projekte gibt, macht die Bearbeitung der Einsprachen nicht einfacher. «Da müssen wir uns inhaltlich koordinieren.»

Bis die Bagger auffahren, wird es darum noch dauern. Die Rechtsmittel- und Landerwerbsverfahren können erfahrungsgemäss einige Jahre in Anspruch nehmen. Vor 2023 werden keine Bagger auffahren, sagte Christoph Paly, Uzwils Bauleiter, vor einem Monat, als das Projekt aufgelegt wurde.

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