Gegen Armut und Hunger einsetzen

NIEDERUZWIL. Eine Milliarde Menschen leiden Hunger. Zu den Ursachen gehört unter anderem Landraub: In Entwicklungsländern vertreiben internationale Grosskonzerne Kleinbauernfamilien von ihrem Land.

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NIEDERUZWIL. Eine Milliarde Menschen leiden Hunger. Zu den Ursachen gehört unter anderem Landraub: In Entwicklungsländern vertreiben internationale Grosskonzerne Kleinbauernfamilien von ihrem Land. Das Hilfswerk Fastenopfer begleitet jährlich rund 400 Projekte in 14 Ländern und erreicht etwa eine Million bedürftige Menschen. Dabei stützt es sich auf die engagierte Arbeit von Pfarreien, die während der Fastenzeit mit Kollekten, Suppentagen, Verkauf von Rosen und anderen Aktionen die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen. Auch Niederuzwil zeigt sich solidarisch: Die katholische Pfarrei, die Evangelische- sowie die Evangelisch-methodistische Kirchgemeinde Niederuzwil sammeln Geld für Fastenopfer und helfen so benachteiligten Menschen.

Kleinbauernfamilien produzieren weltweit den Grossteil der Nahrung und bilden zugleich die grösste Gruppe unter den Hungernden. Viele können sich von dem, was sie anbauen, ernten und verkaufen, nicht ernähren. Zudem wird ihnen der Boden oft buchstäblich unter den Füssen weggezogen: Ihr Land wird für Jahrzehnte an ausländische Investoren verpachtet, der Ertrag wird exportiert, und die Bauernfamilien stehen mit leeren Händen und Bäuchen da.

Mit der ökumenischen Kampagne «Ohne Land kein Brot» wollen Fastenopfer und Brot für alle die Menschen in der Schweiz dieses Jahr auf die Folgen von Landraub in Entwicklungsländern aufmerksam machen. (pd)

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